Portrait von Christian Gottlieb Rabenhorsts „Handwörterbuch der Deutschen Sprache“

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GRIN Verlag, May 16, 2011 - Literary Criticism - 7 pages
Essay aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: Gut bis sehr gut, Universität Zürich (Deutsches Seminar), Veranstaltung: Sprachgeschichte III, Sprache: Deutsch, Abstract: Christian Gottlieb Rabenhorsts „Handwörterbuch der Deutschen Sprache“ (Christian Gottlieb Rabenhorst: Handwörterbuch der Deutschen Sprache. Leipzig, 1798) lehnt sich nicht nur inhaltlich an bekannte Wörterbücher des späten 18. Jh. an, sondern auch formal. Trotzdem gibt es auch Einiges, was anders ist und auffällt. So wendet sich Rabenhorst im Vorwort explizit an die „Unstudirten“ (Rabenhorst 1798, S. 3) und möchte mit seinem Handwörterbuch Nutzen für die so genannten kleinen Leute bringen. Dazu kommt der sehr klar strukturierte Aufbau des Wörterbuches – Rabenhorst unterscheidet zwischen der kleinen Sprachlehre, in der die Aussprache, Orthographie und Grammatik behandelt werden und den Wörterbucheinträgen, wo es mehr um die Bedeutungen und Verwendungen der Wörter geht und nur in Ausnahmefällen Regelangaben vorkommen. Ausserdem gliedert sich Rabenhorst nicht in die Tradition der Sprachgesellschaften ein – eine Sprachgesellschaft wird nicht erwähnt, obwohl Rabenhorsts Werk in einer Stadt veröffentlicht wurde, wo es durchaus eine prestigeträchtige Sprachgesellschaft gegeben hätte – die Deutsche Gesellschaft in Leipzig (ehemals Teutschübende Poetische Gesellschaft), zu der auch Gottsched und Adelung gehört hatten (Döring 2002, S. 197/ Strohbach 1984, S. 5). Wegen dieser Besonderheiten sticht Rabenhorsts Handwörterbuch aus den gängigen Werken hervor und macht es untersuchenswert für sprachgeschichtliche Zwecke.
 

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