Psyche: Zur Entwicklungsgeschichte der Seele

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Flammer und Hoffmann, 1846 - 493 sider
 

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Side 139 - Denn eigentlich unternehmen wir umsonst, das Wesen eines Dinges auszudrücken. Wirkungen werden wir gewahr, und eine vollständige Geschichte dieser Wirkungen umfaßte wohl allenfalls das Wesen jenes Dinges. Vergebens bemühen wir uns, den Charakter eines Menschen zu schildern; man stelle dagegen seine Handlungen, seine Taten zusammen, und ein Bild des Charakters wird uns entgegentreten.
Side 9 - Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.
Side 305 - und wenn ich mit Menschen- und Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz und eine klingende Schelle...
Side 358 - Laßt wohlbeleibte Männer um mich sein, Mit glatten Köpfen, und die nachts gut schlafen: Der Cassius dort hat einen hohlen Blick; Er denkt zu viel; die Leute sind gefährlich War er nur fetter!
Side 285 - Fürwahr, ich weiß nicht, was mich traurig macht: Ich bin es satt; ihr sagt, das seid ihr auch. Doch wie ich dran kam, wie mir's angeweht; Von was für Stoff es ist, woraus erzeugt, Das soll ich erst erfahren.
Side 410 - Wer auf diese Dinge genauer Achtung gibt, wird sich dann leicht überzeugen, daß jenes erst in unserer Zeit hervorgetretene Bestreben, sich zeitweise wie zu einer Art von Naturadoration hinauszustürzen in Wälder und Berge, in Thäler und auf Felsen, wirklich gleichsam eine Art von Instinkt ist, um sich ein Heilmittel zu suchen gegen die Krankheit des künstlichen Lebens und die Einwirkung desselben auf geistige Entwicklung.
Side 2 - Beziehung das Leben der Seele vergleichen dürfe mit einem unablässig fortkreisenden großen Strome, welcher nur an einer einzigen kleinen Stelle vom Sonnenlicht — di eben vom Bewußtsein — 5 erleuchtet ist.
Side 28 - ... alles dieses hineindenkt, je bestimmter man erkennt, daß mit einer außerordentlichen Festigkeit das Nachgefühl des Vorherdagewesenen und das Vorgefühl des Kommenden sich hier unbewußt ausspricht, desto mehr muß man die Überzeugung gewinnen, daß alles, was wir im bewußten Leben Gedächtnis, Erinnerung...
Side 8 - Psyche, eine Seele, mit einem Worte ein Göttliches, nenne man es nun wie man wolle — die Grundbedingung jeglicher Lebenserscheinung und also auch jeglicher Bildung sein könne'.
Side 417 - der Schlüssel zur Erkenntniß vom Wesen des bewußten Seelenlebens liegt in der Region des Unbewußtseins.

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