Qualitätsmanagement im konfessionellen Krankenhaus: Das Krankenhaus als modernes Dienstleistungsunternehmen der Zukunft

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GRIN Verlag, Sep 10, 2008 - Business & Economics - 37 pages
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, UMIT Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, 40 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der sozioökonomische Wandel in unserer Gesellschaft hat tiefgreifenden Einfluss auf das Gesundheitswesen und hier speziell auf den deutschen Krankenhausmarkt. Mit dem seit Juni 1998 vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten sogenannten Demonstrationsprojekt „Qualitätsmanagement im Krankenhaus“ wurde eine Reihe von unterschiedlichen Projekten in den Kliniken der gesamtem Bundesrepublik angestoßen. Qualitätsmanagement für Krankenhäuser wurde in der Gesundheitsreform 2000 normativ verankert, aber nicht näher definiert. Es wurde lediglich als allgemeine, nicht näher spezifizierte Forderung neben der Verpflichtung zur Qualitätssicherung aufgestellt. Es blieb somit den einzelnen Trägern und Krankenhausleitungen überlassen, in welcher Form und mit welcher Systematik sie diese Forderung erfüllen wollten. Seit Inkrafttreten des Gesundheitsreformgesetzes 2002 wird in § 135 Sozialgesetzbuch (SGB) V der Aufbau und die Weiterentwicklung von Qualitätsmanagement gefordert. Im SGB V wurde in § 137 für die zugelassenen Krankenhäuser die Verpflichtung eingeführt, an Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Beurteilung von Behandlung, Behandlungsergebnissen und Versorgungsabläufen teilzunehmen. Die gesetzliche Vorgabe entspricht im obigen Kontext der normativen, strukturgebenden Ebene. Am erfolgversprechendsten ist eine ganzheitliche Vorgehensweise bei der Integration von Qualitätsmanagement in das Management von Krankenhäusern. Ein weiterer zentraler normativer Aspekt speziell kirchlicher Träger – die Achtung der Mitmenschen – findet seinen Ausdruck in der Qualität der erbrachten Dienstleistung. Die konfessionellen Träger der Krankenhäuser der Bundesrepublik sehen sich in der Garantiepflicht gegenüber dem Patienten, Qualität in der Krankenversorgung sicherzustellen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu etablieren und zu fördern. Die Forderung nach Standards und deren kontinuierliche Weiterentwicklung greift in weiten Bereichen in die Aktivität des Managements von Kliniken ein und bindet sie. Davon sind alle Krankenhäuser betroffen. Dies gilt nicht zuletzt auch für Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. Das christliche Krankenhaus kommt dabei besonders in eine elementare Spannung seiner Existenz „zwischen Profit und Profil“: Wie kann unter dem Diktat der Sparmaßnahmen wirklich das Proprium, die unverwechselbare Eigenstruktur eines Krankenhauses in der Trägerschaft der Kirchen, erhalten und fortentwickelt werden?
 

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