Quellenexegese des "Licet Iuris" und des Sitzungsprotokolls der preußischen Nationalversammlung vom 12.10.1848

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GRIN Verlag, 2007 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 11 Punkte (vollbefriedigend), Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main, Veranstaltung: Vorlesung: Rechtsgeschichte, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Ausfuhrliche Exegesen mit umfangreicher Beantwortung der jeweiligen Fragestellung., Abstract: Das vorliegende Werk handelt zum einen von dem am 8. August 1338, auf dem Hoftag zu Frankfurt, von Ludwig IV. verkundetem "Licet Juris" und zum anderen von einem Auszug aus dem Sitzungprotokoll der preussischen Nationalversammlung vom 12.10.1848. Zu beiden Quellen wurde jeweils eine Exegese erstellt. Das "Licet Juris" wurde unter anderem unter den Gesichtspunkten des kanonischen und des romischen Rechts, dem Verhaltnis des Kaisers zum Papst und zu den Kurfursten, sowie der Begrundung der kaiserlichen Macht und des Gottesgnadentums untersucht. Die Exegese der zweiten Quelle, das Sitzungsprozokoll der preussischen Nationalversammlung von 1848, bezieht sich ebenfalls auf die Bedeutung des Gottesgnadentums, sowie auf die Legitimation und Ausubung von Herrschaft in verschiedenen Epochen; Hochmittelalter, Spatmittelalter und Ubergang zur Neuzeit, Absolutismus und Aufklarung. Weiterhin wird der Gesellschaftsvertrag in Verbindung mit der preussischen Verfassung dargestellt. Schliesslich wird auf fruhere Verfassungen Deutschlands und deren Legitimation eingegangen. Abgerundet werden beide Exegesen mit einer kurzen Erlauterung zur Fortwirkung der Que
 

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Page 2 - Licet iuris utriusque testimonia manifeste declarent, imperialem dignitatem et potestatem immediate a solo Deo ab initio processisse et Deum per imperatores et reges mundi iura humano generi tribuisse ac quod imperator ex sola electione eorum, ad quos pertinet electio, verus efficitur imperator nee alicuius alterius eget confirmatione seu approbatione, quoniam in temporalibus superiorem non habet in terris, sed eidem omnes subsunt nationes et ipse dominus lesus Christus mandavit, que sunt Dei Deo...
Page 2 - ... mendaciter et fallaciter asserentes, quod imperialis dignitas et potestas est a papa, et quod electus in imperatorem ex electione non est verus imperator nec rex, nisi prius per papam sive per sedem apostolicam confirmetur, approbetur et coronetur, et per huiusmodi pravas assertiones et pestifera dogmata hostis antiquus moveat...
Page 2 - ... electorum et aliorum principum imperii declaramus, quod imperialis dignitas et potestas est immediate a solo Deo, et quod de iure et imperii consuetudine antiquitus approbata est, quod postquam aliquis eligitur in imperatorem sive in regem ab electoribus imperii concorditer vel a maiori parte eorundem, statim ex sola electione est verus rex et imperator Romanorum censendus...
Page 2 - Et hac in perpetuum valitura lege decernimus, ut electus in imperatorem concordiler vel a maiori parte electorum ex sola electione censeatur et habeatur ab omnibus pro vero et legitimo imperatore, et eidem ab omnibus subiectis imperio debeat obediri, et administrationem et iurisdictionem imperialem et imperialis potestatis plenitudinem habeat et habere ac obtinere ab omnibus...
Page 4 - Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen, thun kund und fügen hiermit zu wissen, daß Wir mit den nach dem Wahlgesetz vom 8. April 1848 gewählten und demnächst von Uns zusammenberufenen Vertretern Unseres getreuen Volkes die nachfolgende Verfassung vereinbart haben, welche Wir demnach hierdurch verkünden:" Ich behalte mir vor, den Titel I.
Page 2 - ... de consilio et assensu electorum et aliorum principum imperii declaramus, quod imperialis dignitas et potestas est immediate a solo Deo et quod de iure et imperii consuetudine antiquitus approbata est, quod postquam aliquis eligitur in imperatorem sive in regem ab electoribus imperii concorditer vel a maiori parte eorundem, statim ex sola electione est verus rex et Imperator Romanorum censendus et nominandus et eidem debet ab omnibus imperio subditis obediri et administrandi bona et iura imperii...
Page 4 - von Gottes Gnaden" zu streichen, weil jdieaelben an den Absolutismus und an diejenige Zeit erinnern, in welcher der Grundsatz galt, daß man der von Gott eingesetzten Obrigkeit in allen Stücken unbedingt Folge leisten müsse, in welcher man annahm, daß Land und Volk als Erbschaft vom Vater auf den Sohn überginge, und weil überhaupt etwas Positives dadurch nicht ausgedrückt werden könne, jedenfalls also die Formel bedeutungslos, somit überflüssig erscheine. Die Majorität in allen Abtheilungen...
Page 4 - ... Verfassung zu begehren. Meine Herren! das war die Zeit, wo die Regierung nur „weise" und ihre Handlungen „unfehlbar" waren, wo es nicht erlaubt war, ein Urtheil über die Regierung zu fällen, weil man der Weisheit der Regierung gegenüber gestellt hatte den beschränkten Unterthanen=Verstand.
Page 5 - Herren! Diese Zeit der politischen Finsterniß ist vorüber. Es war ein preußischer König, welcher den ersten Lichtstrahl in die Finsterniß warf. \. . .] Aber wenige Jahre nach seinem Tode zerbrach ein intelligentes, lebendiges Nachbarvolk seine Ketten. Meine Herren! Die Revolutionen haben bewiesen, daß auch das Volk „von Gottes Gnaden
Page 3 - Abgefaßt und veröffentlicht wurde dieses Gesetz in Unserer Stadt Frankfurt, am 6. August, im Jahre des Herrn 1338; dem 23.

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