Quellenkritik als methodische Grundlage der Onomastik

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GRIN Verlag, 2008 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Germanistische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Die Personennamen des Deutschen, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ach, wie gut, dass niemand weiss, dass ich Rumpelstielzchen heiss. - So trivial dieser Ausspruch eines fiktiven Wesens Grimmscher Marchen zunachst anmuten mag, so evident wird sein Inhalt im Zusammenhang mit onomastischen Fragestellungen. Denn wer einen Namen kennt, hat im Umkreis magischen Denkens auch Macht uber das damit Benannte. Doch auch jenseits eines fiktionalen Bewusstseins erfullten und erfullen nomina propria schon immer auch gesellschaftliche und damit nicht-fiktionale Funktionen, beispielsweise solche der Identifikation und/ oder solche der Regulation sozialer Interaktionen. Vor diesem Hintergrund erscheint es deshalb wenig zweifelhaft, dass sich die Onomastik auch in einer diachronen Zugangsweise den Namen unserer Vorfahren mit dem Anspruch nahert, moglichst valide Aussagen bezuglich Wortbildung, Laut- und Formenlehre, Motivation, Entstehung, ge-schichtlicher Entwicklung, landschaftlicher Staffellung und/ oder sprachsoziologischer Schichtung usw. zu treffen. Grundlage dieses Anspruchs ist jedoch zunachst die methodische und je nach Forschungsziel determinierte Akkumulation von Untersuchungsgegenstanden, also von zu untersuchenden Namen. Dabei bedient sich die Onomastik verschiedener Verfahren, die in einem Abschnitt dieser Arbeit differenzierter dargestellt werden sollen. Um aber jene weiter oben bereits angesprochenen validen Aussagen hinsichtlich der Untersuchungsgegenstande treffen zu konnen, bedarf es in erster Linie einer kritischen Uberprufung der vorliegenden Namen und damit der zu analysierenden Quellen. Schliesslich ist u.a. von Belang, welche Art der Textquelle (z.B. Original, Vorakte, Kopie, Skizze usw.) vorliegt, welcher Provenienz und Pertinenz selbige ist, was

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