Quo vadis? Untersuchungen zur Antike im historischen Roman

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GRIN Verlag, 2011 - 172 pages
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Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 2, Technische Universitat Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Der historische Roman gehort zu den epochetypischen Kunstformen des 19. Jahrhunderts, die in ganz Europa ein Massenpublikum ansprach und begeisterte. Von der Geschichtswissenschaft und ihrem steten Streben nach Gelehrsamkeit und Objektivitat als unhistorisch gebrandmarkt, bewegt sich der historische Roman in einer Grauzone zwischen Fiktionalitat und geschichtlicher Wahrheit. Die vorliegende Dissertation Quo vadis? - Untersuchungen zur Antike im historischen Roman beschaftigt sich mit eben diesem Spannungsverhaltnis von Wissenschaft und Kunst, indem es die Funktion und Verwendungsmoglichkeiten der Antike im historischen Roman seit Walter Scott analysiert. Im Zentrum der Arbeit steht die Untersuchung exemplarischer Romane, durch die verschiedene Tendenzen in der Verwendung historischer Stoffe in der Literatur aufgezeigt werden konnten: Felix Dahns Ein Kampf um Rom, Edward Bulwer-Lyttons The Last Days of Pompeii, Robert Harris Pompeii (2003), Lion Feuchtwangers Der falsche Nero, Bertold Brechts Romanfragment Die Geschafte des Herrn Julius Caesar und schliesslich Robert Graves Ich, Claudius, Kaiser und Gott stehen beispielhaft fur die zahlreichen historischen Romane, die seit 1814 geschrieben worden sind. Ein eigenes Kapitel erhalt der Jesus-Roman, eine Unterart des historischen Romans, der sich mit dem Leben und Wirken Jesu beschaftigt. Am Beispiel Lewis Wallaces Ben-Hur, Henryk Sienkiewicz' Quo vadis?, Dostojewskis Der Idiot und Georg Hauptmanns Der Narr in Christo Emanuel Quint werden wichtige Entwicklungslinien des Jesus-Romans aufgezeit. Die Analyse der historischen Antikenromane hat schliesslich gezeigt, dass sich trotz der Heterogenitat der Gattung einige Tendenzen und Gemeinsamkeiten feststellen lassen: Gepragt wurden die Entstehung der Romane, die Wahl des Stoffes und die Art seiner Verarbei
 

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