Rätsel im Obstbau, praktisch-wissenschaftliche Erklärung der natürlichen Ursachen früher Tragbarkeit ... etc., mit besonderer Berücksichtigung des Erwerbs-Obstbaues

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H. Gesenius, 1907 - Fruit-culture - 148 pages
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Page 83 - Gummibildung gefunden, wie andrerseits in Wunden mit reichlicher Gummibildung, im Mittelnerven eines Kirschblattes und bei Triebwunden selbst dort, wo die auffälligste Veränderung vor sich ging, im Kambium und in den dort entstehenden Wuchergeweben, der Pilz fast stets vergeblich gesucht wurde. Es ist anzunehmen, dass er in den Lockerungen tatsächlich fehlt und dass ein von ihm ausgeschiedener fermentartiger Stoff das Kambium zu abnormer Parenchymbildung reizt.
Page 83 - Alters ausgeführt, mit dem Erfolge, dass an jeder, bis in die jüngste Rinde oder das Kambium reichenden geimpften Wunde ausnahmslos Gummibildung eintrat, oft schon nach 3 — 4 Tagen, während an jeder ungeimpften Wunde, mit einer Ausnahme, die Gummibildung unterblieb. Bei einer Impfung auf die blossgelegte grüne Rinde blieben die Infektionen ohne Verletzung ohne Gummi, allerdings auch ohne sichtliches Pilzwachstum. Das Verhalten des Pilzes selbst als Gummifluss-Erreger ist aber noch nicht genügend...
Page 2 - E. Über das Wesen der ungeschlechtlichen Vermehrung und ihre Bedeutung für den Pflanzenbau, insbesondere die Obst- und Rebenkultur.
Page 84 - Handb. d. Pfl -Krankheiten, II. Aufl.. Bd. I, S. 871 ff.). Diesen Standpunkt vertrete ich auch jetzt noch und finde in der verdienstvollen Arbeit des Verf. eben nur die Bestätigung für eine der von mir angegebenen Möglichkeiten. Eine andere Möglichkeit, die ich neuerdings experimentell festgestellt habe, ist die Einführung überschüssiger Oxalsäure in das Gewebe. Ich liess mich bei diesen Versuchen von dem Gedanken leiten, dass möglicherweise die verschiedenen Ursachen des Gummiflusses das...
Page 82 - Baumannreinette charakteristische Krebswunden hervorzurufen. Der Krebs ist also eine ansteckende Krankheit, welche Jahre hindurch in latentem Zustande im Holze sich ausbreiten kann. Sobald der Gesundheitszustand des Baumes sich verschlechtert, sein Wachstum stockt, kann der Krebs gleichzeitig an mehreren Stellen hervorbrechen. Die Prädisposition gewisser Sorten, z. B. des Wintercalvill, spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Für die Beschreibung der Bakterien sei auf die Originalabhandlung verwiesen....
Page 137 - Nouvelles observations anatomiques sur la structure comparée des branches dans les arbres fruitiers, sur la cicatrisation, l'effeuillage et le pincement dans les végétaux.
Page 82 - ... soll durch einen sehr ähnlichen, aber in der Kultur etwas abweichenden Bazillus hervorgerufen werden. Knoten und Auswüchse an den Wurzeln des Apfel- und Birnbaumes sollen durch dieselben Bakterien veranlasst werden. Die Gummose der Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen hat viele Ähnlichkeit mit dem Krebse der Kernobstarten. Auch hier dringen zuerst gefärbte Streifen in das Holz, ehe die Gummiabsonderung beginnt. Sie werden ebenfalls durch Bakterien hervorgerufen, wie der Verf. an Pfirsichbäumen...
Page 83 - ... unklar." Ich stimme ganz dem Urteil bei, dass dieser Ausdruck, den Aderhold indess gelegentlich (S. 544) selbst gebraucht, unklar ist; aber ich möchte fragen, wo Sorauer mit diesem Ausdruck arbeitet? Mir ist nichts davon bekannt, und ich vermute, dass dieser Vorwurf sich auf einen andern Autor bezieht.
Page 82 - ... Wintercalvill, spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Für die Beschreibung der Bakterien sei auf die Originalabhandlung verwiesen. Der Krebs der Birnbäume soll durch einen sehr ähnlichen, aber in der Kultur etwas abweichenden Bazillus hervorgerufen werden. Knoten und Auswüchse an den Wurzeln des Apfel- und Birnbaumes sollen durch dieselben Bakterien veranlasst werden. Die Gummose der Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen hat viele Ähnlichkeit mit dem Krebse der Kernobstarten. Auch...
Page 82 - Über Clasterosporium carpophilum (Lev.) Aderh. und die Beziehungen desselben zum Gummiflusse des Steinobstes. Arb. a. d. Biol. Abt. f. Land- u. Forstw. a. Kais. Gesundheitsamte. Bd II. Heft 5. 1902. Mit 2 Taf. u. Textfig.

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