Römische Tempelbauten

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GRIN Verlag, Feb 21, 2008 - Architecture - 13 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einführung Die heutige Vorstellung der baulichen Gestaltung eines römischen Tempels entspricht dem Aufbau derer, die noch erhalten sind und diese stammen überwiegend aus der Kaiserzeit und sind der Epoche des „augusteischen Klassizismus“ zuzurechnen. Römische Tempel aus dieser Zeit und auch schon aus den Jahrhunderten zuvor wurden anlässlich historischer Geschehnisse und aus Repräsentationsgründen errichtet; ihr Ursprung geht nicht, wie der der griechischen Tempel aus den mythischen Bereichen hervor. Festgehalten wurden die Gründungsdaten in Kalendern, auch ihre „Geburtstage“ wurden zelebriert. „Der Grieche weiht, der Römer gründet“1 . Eine Begründung hierfür könnte das allgemeine Weltverständnis des Römers sein, das sich völlig von dem des Griechen unterscheidet, da der römische Lebensstil von Subjektivität geprägt ist, die wiederum Widerhall in Architektur und Kunst findet. So wie die Kultstatue der Römer einer Rückwand bedurfte und nicht wie die der Griechen frei im Raum stand, so erhielt auch der Tempel einen eigenen Raum und anhand der Frontalität der Tempelbauten lässt sich schließen, dass auch der Römer selbst einen gewissen Raum vor sich haben musste.2 Baugeschichtlich folgen die römischen Heiligtümer und somit der römische Tempel im Aufbau der etruskischen Heiligtumsanlage. Im Verlauf der römischen Republik, insbesondere mit der Einnahme Griechenlands im 2. Jh. v. Chr., übernehmen die Römer zunehmend hellenistische Bauformen, wenngleich die markant römischen Eigenschaften eines Tempels, wie das Podium und die axiale Ausrichtung, soweit dies geographisch möglich war, nie aufgegeben wurden. Die Übernahme griechischer Bauformen brachte in positiver Weise eine Überwindung des provinziellen Architekturstils mit sich. Fortan tauchte die römische Baukunst in die mediterrane Formenwelt des Hellenismus ein.3
 

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