Rache und Ehre bei Kleist und Schiller: Auge um Auge

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GRIN Verlag, 2009 - 108 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,00, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Deutsche Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Was ist Ehre? - ein Wort." Das meint Shakespeare. Das Wort Ehre ist eng verbunden mit dem Ermessen anderer. Das heisst, Dritte beurteilen, was als ehrenvolles Verhalten und Handeln erachtet wird und was nicht. Ehre, als das Ansehen und die Anerkennung, die einem von anderen zuteil wird, bestimmt in grossem Masse unsere Identitat und unsere Stellung in der Gesellschaft. Heute scheint die Ehre als Normsystem keine allumfassende Bedeutung mehr zu haben. Sie kommt gegenwartig nicht mehr explizit zur Sprache. Gleichwohl spiegelt sie sich immer dann wieder, wenn z.B. von Image" oder dem guten Ruf" die Rede ist. Der verburgte Leumund einer Person oder Institution macht sie glaub- und vertrauenswurdig sowie achtbar. Von einer Bank zum Beispiel, die sich durch die eben dargelegten Attribute auszeichnet, lasst man sich lieber in Kreditfragen beraten als von einem Wucherer. Verliert jemand seine Ehre durch unehrenhaftes Handeln, wie z.B. dem Wuchern oder dem Begehen einer Straftat, wird er von der Gesellschaft geachtet und sozial ausgegrenzt. Er verliert buchstablich sein Gesicht - beim Ehrverlust wird daher auch von Gesichtsverlust gesprochen - und ist somit nicht langer ein Teil der Gemeinschaft, sondern ein ausgestossener Sonderling. Kleists Michael Kohlhaas und Schillers Verbrecher aus verlorener Ehre, namentlich Christian Wolf, sind zwei dieser Ehrlosen. Sie fallen aufgrund verletzter bzw. verlorener Ehre dem Mord und Diebstahl; kurz dem Verbrechen anheim. Enttauscht vom Rechtssystem, das ihr Ungluck massgeblich mit verschuldet, nehmen sie das Recht selbst in die Hand. Als Racher und Selbsthelfer uben sie Vergeltung an Justiz und Obrigkeit fur ihr erlittenes Unrecht. Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit der vergleichenden Gegenuberstellung der obengenannten Erzahlungen
 

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Contents

Einleitung
2
Kleist und Schiller als Rächer des Rechts
40
Erzählstrategie und Sprache
53
Adressaten der Rache
87
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