Rainald Goetz' Inszenierung in Klagenfurt als Grundlage für sein weiteres Schaffen?

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GRIN Verlag, 2012 - 68 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Technische Universitat Dresden (Germanistik ), Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Im Rahmen der jahrlichen Austragung des Ingeborg-Bachmann-Literatur-wettbewerbs trat am 25. Juni 1983 ein gewisser Rainald Goetz mit einem selbstprovozierten Skandal in die deutschsprachige Literaturwelt ein. Medienwirksam wurde Goetz' Auftritt vor allem deshalb, weil das Thema 'Grenzuber-schreitungen' nicht nur im Mittelpunkt seiner Lesung stand, sondern gleichsam vom Autor in unkonventionell-schockierender Weise als theatralisches Stilmittel eingesetzt wurde.1 Die Reaktion folgte auf den Fuss - augenblicklich war Goetz in aller Munde und ist es bis heute geblieben. Allerdings soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden, dass Goetz' Auftritt - wie auch sein spateres Werk - von einer Reihe von Ambivalenzen gekennzeichnet ist, die nur schwer und stark verkurzt unter der Kategorie 'mediale Selbstinszenierung' abgelegt werden konnen. In seinen Botschaften finden sich zahlreiche Widerspruche und Umkehrungen, deren Bedeutungen erst im Rahmen einer vertiefenderen Auseinandersetzung verstandlich werden und somit weniger dem Ziel einer spontanen und kurzfristigen Provokation dienen konnen. Sein Klagenfurter Debutauftritt ist damit zugleich Ausgangspunkt und Ziel bzw. Inhalt und Ausdruck seiner literarischen Botschaft und hatte in einer anderen als der gewahlten Form nicht stattfinden konnen. Zur Veranschaulichung dieser Hypothese werde ich zunachst kurz auf Form und Ablauf des Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerbs eingehen. Die anschliessenden Ausfuhrungen konzentrieren sich auf Goetz' Auftritt am 25. Juni 1983. [...] Da es sich bei dem vorgelesenen Text um sein erstes literarisches Werk handelt, kommt dem Goetzschen Verstandnis von Literatur und literarischem Schaffen ein gesondertes Kapitel zu. [...] In einer abschliessenden Betrachtung uber sein weiteres literarisches Schaffen soll versu
 

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