Randnotizen und Sprecherwechsel in der Edda-Handschrift Codex Regius am Beispiel der Lokasenna

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universitat Greifswald, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der an der Lieder-Edda (Saemundar Edda) interessierte Leser von heute hat viele Moglichkeiten, sich mit ihren Gedichten bzw. Liedern auseinanderzusetzen. In den seltensten Fallen wird er in die mittelalterlichen Handschriften schauen, sondern je nach seinen Sprachkenntnissen in Editionen oder Ubersetzungen lesen. Diese Arbeit mochte auf einen Unterschied zwischen dem Codex Regius und den Editionen, auf denen schliesslich die Ubersetzungen fussen, aufmerksam machen. Einige Gedichte im Codex Regius bestehen aus Fliesstext und Sprecherwechselinformationen in den Randnotizen, wogegen die Editionen, die den Fliesstext in Strophen und Prosaabschnitte auflosten, die Randnotizen nicht als solche darstellen, sondern sie unterschiedslos zwischen den Strophen eingearbeitet haben. Der Unterschied wird zwar in der Forschung - meist als blosse Auflistung der Textgestalt - erwahnt, aber vielfach ignoriert. Doch diese Randnotizen bedurfen mehr Aufmerksamkeit. Es stellt sich die grundlegende Frage, ob die Randnotizen fur das Verstandnis des Textes notwendig sind, oder ob ein Leser diese zusatzlichen Informationen nutzen kann, um die Gedichte einem Publikum lebendig vorzulesen? Durch eine formale Analyse soll hier die Struktur des handschriftlichen Textes am Beispiel der Lokasenna, die mit ihren zahlreichen Sprecherwechseln und Randnotizen fur diese Fragestellung gut geeignet ist, genauer untersucht werden."
 

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