Rassismus als soziale Repräsentation

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GRIN Verlag, May 2, 2004 - Education - 127 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Rassismus in der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer ausführlichen Beschreibung der wesentlichen Definitionsmerkmale des Rassismus (Klassifikation, Hierarchisierung, Konstruktionsmacht) und der Merkmale rassistischer Ideologien stellt der Autor die Theorie der sozialen Repräsentationen vor. Auf der Grundlage dieses sozialpsychologischen Konzepts analysiert der Autor die im hegemonialen bundesrepublikanischen Diskurs geteilten gemeinsamen Vorstellungen über die Umgangsweisen mit bestimmten Migranten-Gruppen. Dabei werden Ergebnisse aus Untersuchungen, die sich mit Äußerungen zu den Themen Einwanderung und Migration aus den Wissenssystemen des Alltags, der Medien und der Politik beschäftigt haben, ausgewertet und auf ein theoretisch abgeleitetes Modell des Rassismus bezogen. Die Elemente dieses Schemas der sozialen Repräsentation des Rassismus fungieren dabei als hinreichende Kriterien für die Entschlüsselung rassistischer Redeweisen. Ergebnis dieser Diplom-Arbeit: Die Anwendung des Politik-, Medien- und Alltagsdiskurs auf das hier vertretene Rassismus-Modell offenbart die Verbreitung von allgemein geteilten Vorstellungsinhalten, die den Elementen der sozialen Repräsentation des Rassismus entsprechen. Schlussfolgernd ist als ein bedeutender Bestandteil der gesellschaftlichen Rationalität in Deutschland die soziale Repräsentation des Rassismus im politischen, medialen und alltäglichen Wissen fest verankert. Ein pädagogisches Konzept zur Auseinandersetzung mit rassistischen Vorstellungsinhalten ist die von Jane Elliott entwickelte „eyetoeye“-Lernübung gegen Rassismus und Diskriminierung, welche die rassistischen Wissenselemente, die im Rahmen dieser Diplom-Arbeit als soziale Repräsentation des Rassismus gekennzeichnet worden sind, in Form von gruppendynamischen Übungen anwendet und somit den Teilnehmenden eine Auseinandersetzung mit ihren verinnerlichten, gesellschaftlich tradierten rassistischen Vorstellungsinhalten ermöglicht.
 

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Contents

Einleitung
2
Rassismus als hegemonialer Diskurs
16
Die Theorie der sozialen Repräsentationen als Analyseinstrument für Rassismus
49
Rassismus als soziale Repräsentation
70
Schlussfolgerungen
108

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