Ratio versus Symbol in Johann Wolfgang Goethes "Die Wahlverwandtschaften": Analyse der Wahrnehmungskonzeptionen

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Bod Third Party Titles, 2008 - 72 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur Deutsche und Niederlandische Philologie), Veranstaltung: Blindheit: Ein literarischer Topos, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die rationale Lebensweise Eduards und Charlottes, die mit der Ankunft des Hauptmanns perfektioniert wird, korrespondiert mit dem Konzept des empirischen Sehens'. Diese Wahrnehmung der aufgeklarten Kultur bildet jedoch einen Kontrast zu Ottilies Wahrnehmung. Angelehnt an die mittelalterliche Heilige Odilia, die der Legende nach blind auf die Welt gekommen ist, steht Ottilie fur eine ursprungliche' Wahrnehmung, die im Laufe der Zivilisation abhanden gekommen ist. Ihre Sehfahigkeit wird in dieser Arbeit im Zusammenhang mit Goethes Begriff des Symbols erlautert. Das Symbol war fur Goethe als Naturforscher nicht nur von Bedeutung fur seine Wirklichkeitserfahrung und Naturerkenntnis, sondern trug auch eine weltanschauliche Dimension in sich und bildete die Grundlage seines Kunstkonzeptes. Daher kann Ottilie nicht nur in ihrer Wahrnehmung, sondern sie selbst als Symbol beschrieben werden, genau genommen aufgrund der Wirkung auf ihre Umgebung. Durch ihren Tod erfahrt sie am Ende einen Wandel vom Natur- zum Kunstsymbol.

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