Rationalität und Psychologie

Front Cover
GRIN Verlag, Mar 10, 2004 - Business & Economics - 18 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1,7, Universität Ulm (Finanzwirtschaft), Veranstaltung: Behavioral Finance, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach einem kurzen Überblick über die Problemstellung und den Aufbau der vorliegenden Arbeit soll im Folgenden ein Einblick in die bisher weit verbreitete neoklassische Wirtschaftstheorie gegeben werden. Über die Bedeutung der Psychologie bei der Beschreibung ökonomischen Verhaltens war man lange Zeit uneins. Die Ansicht, dass die Psychologie menschliche Entscheidungen auch im wirtschaftswissenschaftlichen Umfeld geeignet zu beschreiben in der Lage ist, gilt mittlerweile jedoch als fundiert. Auch die immer weiter steigende Zahl von Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet verdeutlicht dies. So ging der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2002 für eine Arbeit über die Bedeutung der Psychologie in der ökonomischen Theorie an Daniel Kahnemann und Vernon L. Smith. Die zugrundeliegende Fragestellung dieses Forschungsgebietes richtet sich auf die Vorraussetzungen unter welchen Menschen Entscheidungen treffen: bilden rationale und konsistente Beweggründe die Basis wirtschaftlichen Handelns, oder sind es vielmehr andere Kriterien, aus denen Entscheidungen abgeleitetet werden. In der vorliegenden Arbeit soll nun gezeigt werden, dass Menschen nicht ausschließlich rational nach dem Effizienzkriterium handeln, sondern dass häufig eher die Psychologie in der Lage ist (wirtschaftliche) Entscheidungen zu beschreiben. Die „Psychologische Wende in der Ökonomie“, wie einige bekannte Wirtschaftswissenschaftler diese Abkehr vom neoklassischen Menschenbild nennen, wurde dabei insbesondere durch empirische Arbeiten wie die der beiden Nobelpreisträger von 2002 vorangetrieben. In den folgenden beiden Abschnitten dieser Arbeit werden zunächst die Grundannahmen der neoklassischen Lehre beschrieben, welche im Wesentlichen davon ausgehen, dass psychologische Faktoren bei der Entscheidungsfindung keinen Einfluss haben, sondern dass sich wirtschaftliche Akteure durch: “...perfekte Rationalität, uneingeschränkte Willenskraft und unbeschränktes Streben nach Eigennutz“ (Fehr, 2001, S.29) auszeichnen. Bei Fragestellungen wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Dimension wurden diese Annahmen immer wieder unterstellt, und es wurde davon ausgegangen, dass der Mensch, dem ökonomischen Prinzip gemäß, rational handelt und sich nach diesem Verhaltensmodell als „Homo Oeconomicus“ eigennutzmaximierend verhält. [...]
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Common terms and phrases

Aktie Allgemeines und Überblick Alternative Annahme der Ökonomischen Annahmen der neoklassischen Anomalien Anreizarten bedingt kooperativ Behavioral Finance Beispiel Beschränkte Rationalität Beschränkter Eigennutz beschrieben Dinge tendenziell Dopfer eigenen Nutzen eigennutzmaximierend Eingeschränkte Willenskraft Emotionen empirische Entscheidungsfindung Ergebnisse Extrinsische Fairness Fehr Finanzmärkten Forschungsarbeiten Fragestellung Frey Gächter Geldillusion Geldmenge Gemäß der Ökonomischen herkömmlichen Theorie hierfür Homo Oeconomicus individuell Individuen auf Märkten intrinsische Motivation irrational handelnde Akteure jeweiligen John Maynard Keynes Klassik zur Neoklassik Kooperation kurzfristige Bedürfnisbefriedigung Laibson Loewenstein makroökonomischer maximierenden Mensch konsistent Menschen bei Entscheidungen Menschen Ihre Präferenzen menschliche Entscheidungen Modell negative Reziprozität neoklassische Wirtschaftstheorie neoklassischen Theorie Neue Zürcher Zeitung ökonomischen Prinzip Ökonomischen Theorie Opportunitätskosten P1 die Aufteilung perfekte Rationalität Präferenzen genau kennen Preis Probanden Produktivität Prozent der Angebote Psychologische Wende Rabin Resumeé Sanktionierenden Smith somit Soziale Dilemmata Spieler P1 Studien Teilnehmer Tyler Universität Zürich unterstellt Veränderungen Verhaltensforschung Verschiedenartige Anreize viele wahren Wert weiter wesentlich Wirtschaftssubjekte Wirtschaftswissenschaften Zettelmeyer zugrunde liegenden Zusammensetzung einer Gesellschaft

Bibliographic information