Die ehre im rechtssinn und ihre verletzbarkeit

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Druck von A. Edelmann, 1890 - 40 pages
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Page 23 - Beziehung auf einen andern begangen, die denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet sind.
Page 35 - Ehrenbestand des Beleidigten untersucht; er hat an ihm die Handlung des Angeklagten gemessen, dieselbe als widerrechtlich erkannt und die Schuld des Angeklagten klargelegt; sein Strafurteil ist auf materielle Wahrheit begründet; dessen Veröffentlichung in den weitesten, jedenfalls in den interessierten Kreisen kann allein, wird aber auch genügende Reparation wirken.
Page 33 - Leid, vermocht' es nun Als Wort, was früher als Ereigniss nicht? 0 wahrlich, leicht geschieht, was schwer zu glauben: Ich so erniedrigt? Himmel! — doch wie anders, Wenn krankhaft reizbar*) es die Ehre will. Weh über den, der solch' Gesetz gegeben!, Der meinen Ruf in fremde Hand gelegt, Dass fremdes Thun, nicht eignes ihn bestimme, Die Schmach dem zutheilt, dem die Kränkung ward, Nicht jenem, der das Schmähliche beging; Er wusste von der wahren Ehre wenig. Wie kann die Welt so argen Missbrauch...
Page 27 - Berufsstaude kann ausser den allgemeinen auch besondere Pflichten auflegen. Die wahre Standesehre besteht dann in der Erfüllung dieser neben allen anderen, nicht aber auf deren Kosten.
Page 32 - Mörders haucht dessen Opfer sein Leben aus; des Verleumdeten Ehre aber strahlt nicht minder hell, obgleich der Verleumder versucht hat sie zu verV dunkeln.
Page 22 - Eecht die Ehre als Voraussetzung für Erwerb und Fortbestand bestimmter Rechte, die einen intakten Träger verlangen.
Page 25 - Bürger, oder der Freie, oder der Standesgenos.se — besitzt in seinem Menschentum ein Ehrenkapital, kraft dessen er beanspruchen kann von allen anderen als ihres Gleichen behandelt zu werden.
Page 35 - Glaube erschüttert ist, erscheint auch das Wort des Verleumdeten selbst zur Wiederherstellung jener Achtung wenig tauglich.
Page 30 - Sie durchzuführen wäre untunlich: denn wer vermöchte ein bestimmtes Werturteil seiner Mitmenschen zu erzwingen oder durch die Gerichte erzwingen zu lassen? Auch erzeugt die Ehre de lege lata nie Rechtsansprüche auf positive Anerkennung oder auf Achtungsbeweise, sondern stets nur auf Unterlassung der Ehrenkränkung.
Page 26 - Was der Einzelne der Gesamtheit wert ist, also in ihr gelten muss, kann sie nur nach seinen Leistungen in ihr und für sie bemessen.

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