Referenzpunktabhängigkeit von Entscheidungen: Forschungsarbeit auf diesem Gebiet und deren Schwerpunkte - Referenzpunktabhängigkeit für die Unternehmenspraxis

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GRIN Verlag, Oct 5, 2006 - Business & Economics - 27 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media, Note: 2,0, Universität Hamburg (Arbeitsbereich Marketing und Innovation), Veranstaltung: Neue Modellierungen von Konsumentenwahlverhalten, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erwartungsnutzentheorie diente lange Zeit als Standardmodell der Entscheidungstheorie in den Wirtschaftswissenschaften. Mit dieser Theorie lassen sich jedoch viele empirisch festgestellte Anomalien des Entscheidungsverhaltens nicht erklären. Neuere deskriptive Entscheidungstheorien, deren wichtigster Beitrag die Prospect Theory (Kahneman; Tversky, 1979) darstellt, liefern Erklärungsansätze für inkonsistentes Entscheidungsverhalten. Zahlreiche Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht Vermögensendpositionen für Entscheidungen von Bedeutung sind, sondern relative Abweichungen von Referenzpunkten in Form von Gewinnen und Verlusten. Die Wissenschaft gelangt immer mehr zu der Erkenntnis, dass sich das Denken in Gewinnen und Verlusten als ein grundlegendes Prinzip des Entscheidungsverhaltens erweist. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zunächst einen Überblick über grundlegende Forschungsergebnisse zur Referenzpunktabhängigkeit von Entscheidungen zu verschaffen sowie die aktuelle Forschungsarbeit auf diesem Gebiet und deren Schwerpunkte aufzuzeigen. Des Weiteren wird dargelegt, dass Referenzpunkte in den unterschiedlichsten Zusammenhängen eine bedeutende Rolle spielen. Mehrere wissenschaftliche Disziplinen befassen sich mit Referenzpunkten und deren Einfluss auf das Entscheidungsverhalten. Die Bedeutung von Referenzpunktabhängigkeit zeigt sich beispielsweise in der Biologie, der Soziologie und der Psychologie. Die Neurowissenschaften versuchen in jüngster Zeit Referenzpunktabhängigkeit physisch abzubilden. Referenzpunktabhängigkeit lässt sich zudem für die Unternehmenspraxis nutzen. Im Marketing können die Erkenntnisse aus der Referenzpunktabhängigkeit im Rahmen der Preisgestaltung und Produktwerbung angewendet werden.
 

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abnehmenden Sensitivität Abweichungen in Form aktuelle Alternativen Animal Model Ariely Arten von Referenzpunkten aufgrund Aussage der Prospect Bedeutung beeinflussen beispielsweise Bereich der Gewinne Bereich der Verluste Bewertung von Verlusten Bezugsgruppen Bezugsgruppeneinfluss auf Produkt Biologie Camerer Choice Consumer Research ebenda Eibach emotionale Bindung Endowment-Effekt Energiebudget Entscheidungssituationen unter Risiko Entscheidungstheorie Entscheidungsverhalten Ergebnisausprägungen ethnische Minderheiten Experimenten Form von Gewinnen Forschungsarbeit Fortschritt der Rassengleichheit Framing Framing“-Effekt Framing“-Wahl des Sprechers frühere Gewinne Futterquelle Gains Gewinne und Verluste Glas Hypothese implizite Informationen Intertemporale Entscheidungen Janiszewski Journal of Consumer Journal of Marketing Kahneman Konsumenten lässt Loss Aversion Markenwahl Marketing Research McKenzie Mental Accounting Multiple Nelson Neuronen neurophysiologische Neurowissenschaften Novemsky Personen Poldrack Preis Price Prospect Theory Referenzpreise Referenzpunktabhängigkeit von Entscheidungen risikoaverses Risikoaversion Risikoneigung Risikoverhalten im Bereich Soziologie stärker als Gewinne Status quo Status quo-Verbesserung Status quo-Verschlechterung Studie täglichen Energiebedarfs Thaler Tieren Trepel Tversky unterschiedliche vergleichende Werbung Verhalten Verlustaversion Verlustempfinden verschiedenen Vorteilhaftigkeit Wertefunktion Wertenbroch zentrale Aussage Ziel Zudem

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