Regimegeförderte Architektur - Speers Großbauprojekte

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GRIN Verlag, Sep 18, 2012 - Architecture - 18 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,7, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Institut für Kunstgeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Als nach dem Tod des Führers ersten Architekten Paul Ludwig Troost Albert Speer am 21. Januar 1934 seinen Posten übernahm, konnte der damals Neunundzwanzigjährige sich bei weitem nicht ausmalen, welche architektonischen Großbauprojekte der Führer Adolf Hitler mit dem jungen Künstler im Sinn hatte. Schon früh erkannte die Führung der Nationalsozialisten, allen voran Josef Goebbels, dass ausnahmslose Talent Speers, Wünsche und Vorstellungen detailgetreu umzusetzen. Nachdem er 1934 mit dem Projekt des Nürnberger Reichsparteitaggelände betraut wurde, drei Jahre später zum Generalinspekteur für die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin ernannt wurde, gipfelte seine Arbeiten in der Planung der Welthauptstadt Berlin. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Großbauprojekte Speers unter der Ägide des Hakenkreuzes zu untersuchen. Hitler sah in den Bauwerken seiner Zeit nicht nur stilechte Gebäude, sondern vor allem machtpolitische Propaganda. In ihnen sollte das Nationalbewusstsein des Volkes wieder erstarken und den nachkommenden Generationen die Stärke und Größe Deutschlands veranschaulichen. Es sollen die folgenden Bauprojekte beleuchtet werden: Das Nürnberger Reichsparteitaggelände, Hitlers Reichskanzlei sowie die Planung und Umgestaltung Berlins zu einer Welthauptstadt. Daran anschließend wird zur Analyse der Werke übergegangen. Anhand dieser drei Hauptwerke soll die nationalsozialistische Architektur unter dem Licht der Repräsentativbauten erläutert werden. Wie stark trug Hitlers Ideologie maßgeblich zur Gestaltung der Bauten bei und inwieweit flossen sie mit ein in die Politik mit. 2. Biografie Albert Speers Als Sohn liberaler Eltern kam Albert Speer am 19. Mai in Mannheim zur Welt. Nach mehrmaligem Studienortwechsel von Karlsruhe über München und schlussendlich nach Berlin, verblieb er nach Abschluss seines Architekturdiploms in der Hauptstadt als Assistent des Professors Heinrich von Tessenow an der Technischen Universität. Durch eine Rede Hitlers in der Berliner Hasenheide mitgerissen, trat er 1931 der NSDAP bei. Nachdem er im Auftrag der Berliner Gauleitung eine Villa in der Voßstraße zu deren Hauptbüro um modellierte, fand er schnell Anschluss an die Parteispitze, sodass er zum technischen Assistenten Paul Ludwig Troosts, des Führers erster Baumeister, aufstiegt. Nach dessen Tod konnte er die Gunst Hitlers erringen. Im selben Jahr noch beauftragte Hitler ihn mit dem Neubau des Nürnberger Reichsparteitaggeländes.
 

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