Ressourcenmanagement in der japanischen Küstenfischerei

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Books on Demand, 2009 - 302 Seiten
Diese Studie untersucht die soziookonomischen und kulturellen Prozesse, die sich von ca. 1600 bis ca. 1940 im Zuge der Proto-Industrialisierung und der anschliessenden Modernisierung in der Kustenfischerei des sudlichen Sanriku (Nordost-Japan) vollzogen haben. Die Erorterung dieser - in kultureller, sozialer, okonomischer und institutioneller Hinsicht - vielschichtigen Prozesse verfolgt den Zweck, den historischen Kontext der Nutzung naturlicher Ressourcen aufzuarbeiten, um zum einen die dynamischen Interdependenzen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie und Institutionalitat zu ergrunden, die als Gesamtheit ein spezifisches, normatives System - d.h. Kultur - bilden, welches auf die Nutzungsweise naturlicher Ressourcen grundlegend bestimmt. Nicht weniger aber mochte diese Studie auch - im Sinne einer Japan-bezogenen und sprachlich uberbruckenden Volks- und Volkerkunde - den interessierten, deutschsprachigen Lesern und Forschern, auch ohne voraussetzende Japanischkenntnisse, den Zugang zu einer ausserhalb Japans bislang nur wenig bekannten Kustenregion und - rekurrierend auf eine Sicht der Longue duree - uber einen weitgefassten Zeitabschnitt in ihrer historischen Entfaltung ermoglichen. Nicht zuletzt boten sich der einheimischen Bevolkerung der Kuste Sanrikus kaum nennenswerte Erwerbsalternativen zur Fischerei, so dass dort bis in die Gegenwart eine seltene und deshalb besondere Pragung eines autochthonen Wirtschaftens fortbesteht, deren Merkmal die nahezu ausschliessliche Kustenfischerei als Existenzgrundlage ist. Im ersten Teil werden sowohl die japanische und ausserjapanische Forschungsgeschichte zur japanischen Kustenfischerei, insbesondere hinblicklich ethnologischer Studien zur Nutzung naturlicher, respektive maritimer Ressourcen erortert, als auch theoretische Fragestellungen besprochen, die aus der sog. Commons-Forschung resultierten, etwa der Diskurs uber ortsbezogenes Wissen. Aufbauend auf einer eingehenden Kritik wird ein analytisches Gerust fur die"

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