Riskante Freiheit(en)?: Das Individuum in Karl Barths Ethik. Eine Relektüre anhand Ulrich Becks Individualisierungstheorem

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Theologischer Verlag Zürich, 15.06.2016 - 230 Seiten
Entgegen seiner Intention stärkt Karl Barth das Individuum – und wird damit zum Vorreiter dieser massgeblichen Tendenz in der evangelischen Ethik der Nachkriegszeit. Das zeigt eine Relektüre von Barths Ethik anhand der Individualisierungstheorie des Soziologen Ulrich Beck. Die Herauslösung des Individuums aus gemeinschaftlichen Zusammenhängen birgt nach Beck riskante Freiheiten. Für Barth handelt es sich um eine Fehlentwicklung, die er gerade verhindern möchte. Doch indem Barth das Individuum in seiner ethischen Orientierung primär an die unmittelbare Gottesbeziehung bindet, stärkt er – neuzeitlich anschlussfähig – ungewollt das Handlungssubjekt: In der Terminologie Becks eine unbeabsichtigte «Nebenfolge».
 

Inhalt

Einleitung
9
I Das Individualisierungstheorem Ulrich Becks
23
II Relektüre der Ethik Karl Barths
45
III Die Figur des Grenzfalls und die Stellung des Individuums in den materialethischen Passagen von KD III4
161
IV Rückblick und Ausblick
207
Literaturverzeichnis
219
Urheberrecht

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