S/Q - Eine Einführung in die Lagerhaltungspolitik

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik, Note: 1,7, Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg (7. Semester), Veranstaltung: Logistik, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Sehr dichte Arbeit - einzeiliger Zeilenabstand., Abstract: Die Logistik ist bekanntlich der Bereich, wo fur Unternehmen hohe Kosteneinsparungs-potentiale bestehen. So ist denn schon im Wort "Logistik" steckt das griechische Wort "Logistika," was soviel heit wie "praktische Rechenkunst." Dabei betrifft eine Uberlegung die Art wie ein Unternehmen die Lagerhaltungskosten gegen die Vorteile der Produktionsstabilitat abwagt. Lange Produktionslaufe sichern Groenvorteile und verringern die Rustzeiten, die beim Wechsel von einem Produkt zum anderen entstehen. Sie verursachen jedoch auch Kosten durch die hoheren Anforderungen an das Inventar. Und auf den versteckten Kosten der Lagerhaltung beruht eine der wichtigsten Lehren der japanischen Produktionsweise. Normalerweise werden Lagerhaltungskosten auf Grundlage der Kosten des Betriebskapitals und der direkten Kosten fur die Lagerhaltung berechnet. Eine zentrale Erkenntnis aus dem Produktionssystem des japanischen Industriekonzerns Toyota Motor ist dass dabei die Nachteile der Lagerhaltung extrem unterschatzt werden. Das Lager dient als Puffer zwischen Unternehmen und Unsicherheiten im Umfeld. Also werden betriebliche Probleme mit der Zuverlassigkeit oder der Qualitat oft verschleiert. Groe Lagerbestande verhindern dabei Problemlosungen. Mit einem geringen Lagerbestand und einem Just-in-Time-System hingegen konnen Ausfalle bei Lieferanten oder Maschinen schnell zu einer Krise fuhren. Die Manager mussen also ihre Aufmerksamkeit auf die Ursache des Problems richten. In einem durch groe Lager abgesicherten System aber werden Probleme eher eingelagert als gelost. Der japanische Produktions-Guru Shigeo Shingo bezeichnet dies als "Befaubungseffekt."
 

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Contents

Inhaltsverzeichnis Seite
3
Die Wahl des geeigneten Bestellmengenmodells
10
Resümee
19
Copyright

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Common terms and phrases

Anzahl von Bestellungen Bedarfsunsicherheit beiden nichtlinearen Gleichungen Berechnung Bestand Bestandsmanagement sowie Bestandsrechnungsarten Bestellmenge Bestellmengenoptimierung Bestellzeitpunkt Bestellzyklus gleich deterministischen Losgrößenmodell durchschnittliche Lagerbestand durchschnittlichen erwarteten Lagerbestand Durchschnittswerten beruhen E(HC E(OC E(SC effektives Bestandsmanagement einfließenden Größen Einführung eines Sicherheitsbestandes erwartete Endlagerbestand erwartete Fehlmenge erwartete Nachfrage erwarteten Anzahl erwarteten Bestellkosten erwarteten Fehlmengenkosten erwarteten Fehlmengenkosten pro erwarteten Gesamtkosten erwarteten Lagerungskosten Fehler Fehlmenge auftritt Fehlmengenkosten pro Bestellzyklus fixen Bestellkosten Grafik Grund der einfließenden hohe Kapitalbindung hoher Lieferbereitschaftsgrad induzierten Fehlmengenkosten Iterationsverfahren japanischen klassischen Losgrößenmodell kumulierten Lagerbestand als Funktion Lagerbestand in Abhängigkeit Lagerbestandes notwendig Lagerhaltungskosten Lagerhaltungspolitik Lieferbereitschaft Lieferung Lieferzeit Logistik Logistikservice Losgröße q Meldebestand und Sicherheitsbestand Mindestbestand gehalten Modell mit Vormerkung notwendig bei Unterschreitung optimale Lagerhaltung optimale Losgröße optimalen Bestellpunkt partielle Ableitung Praxis Ressourcenrestiktionen selbständig Alarm Servicegrad vom Typ ständige Überprüfung Stendal stochastisches Losgrößenmodell Tante-Emma-Laden Transportzeit usw Überprüfung des Lagerbestandes Unsicherheiten Verlust unbefriedigter Nachfrage Verlustfall Verteilungsdichte Vorteile/Nachteile bei Einführung Wiederbeschaffungszeit Zeitspanne Ziel der Bestandsrechnung Zufallsgröße Zusammenhang zwischen Höchstbestand

Popular passages

Page 17 - Servicegrade betrachten. Beim Servicegrad vom Typ l wird die Wahrscheinlichkeit a vorgegeben, daß während der Lieferzeit die Nachfrage befriedigt wird. Die Wahrscheinlichkeit a entspricht dem Anteil der Bestellzyklen, in denen keine Fehlmenge auftritt. Der Servicegrad vom Typ l wird verwendet, wenn jedes Auftreten einer Fehlmenge die gleichen Auswirkungen hat unabhängig von der Höhe der Fehlmenge (zB, wenn ein Produktionsprozeß bei Fehlen eines Zwischenproduktes gestoppt wird unabhängig davon,...
Page 12 - Z so klein sei, daß niemals mehr als eine Bestellung aussteht, und daß zweitens für den Bestellpunkt s > 0 gelte. Die erste Annahme garantiert, daß der Lagerbestand nach Eintreffen der Lieferung einer Losgröße q (also die Bestellgrenze) stets größer als s ist. Bei genügend großem p/h (was in der Praxis üblicherweise der Fall ist) sind die beiden Annahmen erfüllt. Die erwarteten Bestellkosten pro ZE, E(OC), sind gleich den Bestellkosten pro Bestellzyklus multipliziert mit der erwarteten...
Page 16 - Die erwarteten Bestellkosten pro ZE, E(OC), und die erwarteten Fehlmengenkosten pro ZE, E(SC), sind im Verlustfall genauso groß wie im Fall mit Vormerkung. Da der durchschnittliche Lagerbestand beim jetzigen Modell ohne Vormerkung jedoch größer als beim Modell mit Vormerkung ist, ändern sich die erwarteten Lagerungskosten pro ZE, E(HC). Der erwartete Endlagerbestand im Bestellzyklus ist jetzt nicht mehr s — A,d, da der Lagerbestand im Verlustfall nicht negativ sein darf.
Page 18 - Lieferbereitschaft von 95 % bedeutet üblicherweise, 17 daß 95 % der auftretenden Nachfrage befriedigt werden und nicht, daß die Nachfrage in 95 % der Bestellzyklen erfüllt wird. Beim Servicegrad vom Typ 2 gibt man den Anteil ß der Nachfrage vor, der befriedigt wird. Da die erwartete Nachfrage pro Bestellzyklus gleich der optimalen Bestellmenge q* ist und die erwartete Fehlmenge pro Bestellzyklus im optimalen Fall gleich v(s*) ist, beträgt der Anteil der unbefriedigten Nachfrage v(s*)/q*.
Page 3 - Problemlösungen. Mit einem geringen Lagerbestand und einem Just-in-Time-System hingegen können Ausfälle bei Lieferanten oder Maschinen schnell zu einer Krise führen. Die Manager müssen also ihre Aufmerksamkeit auf die Ursache des Problems richten. In einem durch große Lager abgesicherten System aber werden Probleme eher eingelagert als gelöst. Der japanische Produktions-Guru Shigeo Shingo bezeichnet dies als »Befäubungseffekt«.
Page 13 - Die erwarteten Lagerungskosten pro ZE, E(HC), sind gleich den Lagerungskosten h pro ME und ZE, multipliziert mit dem durchschnittlichen erwarteten Lagerbestand während der Zeitspanne, in der der Lagerbestand nichtnegativ ist. Den durchschnittlichen erwarteten Lagerbestand erhält man als arithmetisches Mittel der erwarteten Bestände zu Beginn und am Ende eines Bestellzyklus. Nach der Grafik sind der erwartete Anfangsbestand gl ich s+q-Ad und der erwartete -Endbestand gleich sM.
Page 12 - ZE, E(OC), sind gleich den Bestellkosten pro Bestellzyklus multipliziert mit der erwarteten Anzahl von Bestellungen pro ZE. Die Bestellkosten pro Zyklus betragen K + cq, und die erwartete Anzahl von Bestellungen pro ZE ist d/q (da d die erwartete Nachfrage pro ZE und q die Bestellmenge sind). Damit...
Page 17 - Praxis ist es oft besonders schwierig, die Fehlmengenkosten p einigermaßen genau zu schätzen, insbesondere, da hierbei Goodwill-Verluste mit zu berücksichtigen sind. Statt dessen ist es einfacher, eine gewisse Lieferbereitschaft des Lagers zu spezifizieren, die auch Servicegrad genannt wird und ein Maß für die Befriedigung der Nachfrage darstellt. Im folgenden will ich kurz zwei verschiedene Servicegrade betrachten.

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