Saint-Gilles-du-Gard: Das Portalprogramm

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GRIN Verlag, Mar 12, 2009 - Architecture - 23 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,7, Technische Universität Dresden (Philosophische Fakultät - Institut für Kunst- und Musikwissenschaft), Veranstaltung: Romanik und Gotik in Südfrankreich, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der kunsthistorische Ausgangspunkt Die Abteikirche Saint-Gilles-du-Gard beeindruckt durch ihre dreitorige Portalanlage mit dem hervorspringenden Mittelrisalit. Die große Treppe führt den Betrachter zu einem reichen skulpturalen Figurenprogramm, das sich über die gesamte, basilikale Front erstreckt. Die überlebensgroßen Figuren, die sich zwischen Nischen bildenden, kannelierten Pilastern befinden, beleben das Trägersystem. Nur der von den großen Säulen getragene Figurenfries überspielt die dreiteilige Gliederung. Die vorangestellten Doppelsäulen bewirken eine Vertiefung der Portalöffnung, so dass der Eingangsbereich betont wird. Außerdem markieren und verdecken sie zugleich den Treffpunkt der verschiedenen Höhenverhältnisse, die die Größenhierarchie der Einzelportale ausmachen. Die niedrigeren Seitenpartien verstärken damit das Streben der Aufmerksamkeit des Betrachters zum Zentrum hin. „Pracht und Größe des Baues wird verständlich aus der Bedeutung der Kirche als Grab eines Heiligen, der einen großen Zustrom von Gläubigen anlockte“1 und im Hochmittelalter zu einem der größten Wallfahrtsziele der Christenheit auf dem Weg nach Santiago de Compostela wurde. Der Heilige Ägidius gründete 680 die Benediktinerabtei Saint-Gilles, der er bis zu seinem Tod als Abt vorstand. Er gilt als Schutzpatron der stillenden Mütter und als Beistand für eine gute Beichte und der damit verbundenen Vergebung. Außerdem ist er einer der 14 Nothelfer, der einzige Nichtmärtyrer unter ihnen. Seine Gebeine befinden sich heute allerdings in Toulouse. [...]
 

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