Salomon und Markolf

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Hans Waldemar Fischer
F. Rothbarth, 1907 - Dialogues, Latin - 79 pages
 

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Page 78 - Ich bitte dich nicht mehr, denn um so viel Barmherzigkeit, daß du mir erlaubest, daß ich erhänget werde an einem Baum, der mir auch gefalle.« Salomon sprach: »Wohlan, es soll geschehen.« Da nahmen die Diener des Königs Markolfen und führten ihn in das Thal Josaphat und über den Oehlberg und kamen gen Jericho, und konnten keinen Baum finden, den sich Markolf wollte auswählen, daran zu hangen. Da gingen sie zu dem Jordan und durch das ganze Land Arabia, und sie funden keinen Baum, den sich...
Page 78 - Markolf auserwählen wollte. Da führten sie ihn über den Berg Karmel und in die Wüste Kampestri bei dem rothen Meer, zwischen Pharan, Laban, Astarot, Horeb, Kades und Moab: und Markolf wollte sich keinen Baum auserwählen, daran er gern gehänget wollte werden.
Page 69 - ... durchgehenden Wechsels steigern sich die bewegten Szenen im Laufe des Spiels ständig. (Vgl. etwa den Aufruhr der Frauen mit der Glatzkopf-Episode des Anfangs!) Folz hatte in dieser Szene mit den Frauen wieder in erster Linie epischen Bericht in Dialog zu verwandeln. Aus der Erzählung des Volksbuchs : Aber das Weib glaubte seinen Worten, und ging mit aufgereckten Armen mitten durch die Stadt, schlug sich an ihr Herz und offenbarte die Sache. Also ward ein großer Zusammenlauf der Weiber. . ....
Page 79 - Nothdurß, so will ich ihn und seine Hausfrau behalten zu einem ewigen Knecht: denn seine Bosheit hat mich überwunden 1. Noch deutlicher erscheint diese endgültige Bindung Markolfs an den König in der Bearbeitung von Gregor Hayden, die den klugen Narren und Ratgeber Markolf betont : Onerhangen er...
Page 59 - Indem kam Markolfen der Husten an, also daß er einen großen Speichel hatte gesammlet in seinem Munde, da sah er allenthalben um, und sahe keine bloße Erde; aber zum letzten da sah er einen kahlen Mann stehen bei dem König: und da er in großen A engsten war, und sahe keine bloße Erde, darauf er macht...
Page 67 - Gespiel, und ihr wird gegeben das halbe Theil deines Kindes.» Da sprach die Frau: «O, wie gar ein böser König! und wie gar bös und ungerecht sind seine Urtheilel»1. Die Kürzung des Stücks um diesen Passus wird nun eigentlich mit einem Verstoß gegen ein anderes Prinzip der Fastnachtspiele erkauft. Die Stücke sind, wie sich zeigte, bestrebt, die Personenzahl möglichst klein zu halten. Mit 15 Figuren und dem Herold oder Ausschreier steht unser...
Page 17 - ... darstellt. Dies gilt vor allem für die zentrale Figur des Stoffes, den Bauern Markolf, von dem es im Volksbuch heißt : Markolf. .. war fast schnöde und ungestalt, und war doch fast gesprächig in der Rede . . . Und die Person Markolfs war kurz und dick, und hatte ein groß Haupt und eine breite, rothe und gerunzelte Stirn, haarige, bis auf die Mitte der Kinnbacken herabhangende Ohren, große, fließende Augen, die Unterlefze kürzer, gleich einer Pferdelefze, einen schmutzigen... Bart als...
Page 18 - ... und schwanger eines Kindes, wie du sehen kannst *. Auch konnte der Leiter der Aufführung oder der Darsteller auf Markolfs Schwester noch die ausführliche Personenbeschreibung übertragen, die das Volksbuch von Markolfs Frau Polikana gab, denn diese Figur wurde nicht ins Fastnachtspiel übernommen : Und seine Hausfrau die war kurz und gar dick, mit großen Brüsten, und grobe Warzen vorn an den Brüsten ; sie hatte stachlichtes Haar, lange, schmutzige und spitzige Augenbraun als Schweinsborsten,...
Page 69 - Frauen erscheinen laßt). 1 Aus diesem Grunde wendet sich der Markolf des Volksbuchs auf recht rationalistische Weise nur an das weibliche Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn er der Dirne sagt: Und wenn dies Uebel (dh die Vielweiberei) nicht abgewendet wird, so wird eine die andere vergiften. Darum, ist es mir leid; und da du auch eine Frau bist, und dein Geschlecht kennest, so gehe hin, sage es den andern Frauen in der Stadt Jerusalem... (FH vd Hagen, aaO, S. 2 57 f.). Zusammenhang mit der Reihenfolge...

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