Sammlung gerichtlich-medicinischer Obergutachten

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Fischer, 1893 - 634 pages
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Page 169 - Die Unfähigkeit, einen bestimmten Bewegungsapparat des Körpers zu denjenigen Bewegungen zu gebrauchen, für welche er von Natur eingerichtet ist, ist kurzweg als „Lähmung...
Page 107 - Bei der gewählten Fassung des Paragraphen hat man zugleich mit den Schlussworten desselben ausdrücken wollen, dass die Schlussfolgerung selbst, nach welcher die freie Willensbestimmung...
Page 177 - AfFektion, welche den Organismus des Menschen in einer umfassenden Weise ergreift, welche mit ausgedehnter "Wirkung Organe des Körpers der freien Aeusserung ihrer naturgemässen Thätigkeit beraubt, obgleich nicht ausgeschlossen ist, dass auch die Lähmung einzelner Gliedmassen den Begriff ..Verfallen in Lähmung" erfüllen kann, sofern sie nämlich bezüglich der Bewegungsfähigkeit des ganzen Menschen von eingreifender Wirkung ist.
Page 47 - Siechthum'' der Begriff der Unheilbarkeit nicht unbedingt liegt, da man auch von der Genesung eines Menschen nach langem Siechthum spricht, wiewohl dann meist als von einer ungewöhnlichen, ausserordentlichen Thatsache. Ein bestimmtes Zeitmaass für die mimmale Dauer eines als Siechthum zu bezeichnenden Krankheitszustandes lässt sich begreiflicherweise nicht aufstellen, doch leidet hierunter keineswegs die forensische Brauchbarkeit der Bezeichnung „Siechthum".
Page 47 - Siechthums nicht anwendbar sein, vielmehr wird dieselbe beschränkt bleiben müssen auf diejenigen schweren chronischen Krankheitszustände, von denen sich, wenn sie nicht überhaupt für unheilbar erklärt werden können, doch nicht auch nur mit einiger Sicherheit vorhersagen lässt, ob dieselben überhaupt jemals werden beseitigt werden können, oder wenn dieser günstige Fall eintreten sollte, in welcher Frist dies möglicherweise geschehen könnte.
Page 611 - ... sowie die sonstige Entwickelung des Körpers bei der Abwesenheit einer jeden Missbildung oder eines angeborenen Krankheitszustandes dafür sprechen, dass dasselbe vollkommen reif und geeignet war, sein Leben auch ausserhalb des mütterlichen Organismus fortzusetzen. 3. Die Färbung, Lufthaltigkeit und Schwimmfähigkeit der von der Fäulniss noch nicht ergriffenen Lungen lassen es bei dem Umstande, als im gegebenen Falle von einem etwaigen Lufteinblasen gleichfalls nicht die Rede sein kann, nicht...
Page 326 - Ursache liegt wohl zunächst darin, dass von einer so schnell zerstörend wirkenden Flüssigkeit gewöhnlich nur wenig verschluckt und dass von dem Verschluckten, wie die äusseren Corrosionen zeigen, immer der grösste Theil sogleich wieder erbrochen wird, ja dass in Folge der eintretenden krampfhaften Contractionen des Schlundes das Schlingen so gehindert ist, dass sehr häufig von dem Gifte kaum etwas in den Magen gelangt.
Page 177 - Lähmung" im Sinne des § 224 Str,-G,-B. nicht gefunden werden. Denn § 224 Str.-G.-B. versteht unter Verfallen in Lähmung nicht die Beschränkung oder völlige Aufhebung der Gebrauchsfähigkeit irgend eines einzelnen Gliedes des...
Page 380 - Dass in den Leichenresten des Maurer A. aus B. Phosphor in einer Form gefunden worden ist, welche mit Sicherheit darauf schliessen lässt, dass derselbe in freiem, unverbundenen Zustande während des Lebens des A. in dessen Organismus gelangt ist und II. dass die gleichzeitig in den Leichentheilen gefundenen kleinen Mengen Arsen und Antimon nur als eine Verunreinigung desselben Phosphors anzusehen sind und dass sie daher mit hober Wahrscheinlichkeit die Annahme gestatten, HL dass hier eine Phospborvergiftung...
Page 224 - Durch Ausfliessen von Schwefelsäure aus dem Munde konnten die Flecken unmöglich entstanden sein, und es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass sie durch Verschütten von Schwefelsäure bei dem Versuch, solche dem Kinde einzuflössen, sollten entstanden sein. Der Annahme, dass die Streifen und Flecken überhaupt durch Einwirkung von Schwefelsäure auf die Haut entstanden seien, wird aber der Boden völlig entzogen dadurch, dass ganz gleich beschaffene Streifen und Flecken sich auf der vorderen Fläche...

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