Sbornik Otdieleniia russkago iazyka i slovesnosti Imperatorskoi akademii nauk, Volume 54

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1893
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Popular passages

Page 17 - In diesem Stande mußte er jedoch seine gelehrte Tätigkeit aufgeben, daher verließ er ihn bald, sehr gegen den Willen seiner Verwandten. Er fährt wörtlich fort: „In meinem 18. Jahre also war ich abgedankt und meinte mich nur mit Büchern zu beschäftigen. Zugleich erlaubte ich mir auch, die Lustbarkeiten der großen Welt zu genießen, dachte aber, daß sie zu schwach sind, einen großen Eindruck auf mich zu machen oder mich von meinen Büchern abzuwenden. Doch sah ich bald, daß mein Herz mich...
Page 51 - ... Schöpfung, sich nach der Philosophie des ehrwürdigen Bonnet einrichten wollte ; ob es aber in der That so ist, das glaube ich doch nicht, so lange ich glaube, daß Gottes Weisheit die Weisheit aller unserer Philosophen weit übertrifft, und folglich andere, bequemere, als die von unseren Leibnizen und Bonneten ihr zugeschriebene Mittel, ihre Geschöpfe hervorzubringen und zu erhalten, finden kann. Es wäre doch besser, glaube ich, das große Weltgebäude, so wie es vor unseren Augen da ist,...
Page 17 - Augen auf getan, und ich wurde gewahr, daß ich in solchem Zustande unglücklich war. Die Szene hat sich verändert. Alles auf einmal wurde in mir neu. Ich fing an wieder Bücher zu lesen und empfand eine süße Stille in meiner Seele.
Page 27 - Körper verknüpfet, da jene von einem ganz anderen Stoffe als dieser ist? Ist dieses Verknüpfungsband nicht eine dritte Substanz, eine abgesonderte Wesenheit, die weder Seele noch Körper ist? Oder sind sie, di Seele und Körper durch gegenseitige Schattierungen vereinigt?
Page 39 - Sit, wie kann ich mich selbst, durch Aufopferung meiner selbst, genießen, ohne mich selbst zu kennen? Ich will wissen, was ich bin, weil das Wissen, meiner Meinung nach, mich eristenter machen kann — weil ich dadurch zum Genuße meiner selbst gelangen glaube.
Page 39 - Nahrung suchet ! wie unglücklich ist er, wenn er umsonst seine Seelenkräfte anstrenget, eine Kenntnis in Besitz zu nehmen, die ihm so nützlich...
Page 37 - Jetzt gehen viele Zweifel in meiner Seele auf. Ich bin mit einem Streben nach Erkenntnis geboren; ich sehe, und sogleich will ich wissen, was in meinen Augennerven eine Erschütterung hervorgebracht hat...
Page 35 - Dinge, die außer uns sind . . . Wir wissen schlechterdings nicht, was Materie ist, ob wir gleich sehr richtig mit diesem Wort etwas bezeichnen, das unserm körperlichen Gefühle widersteht . . . Das verschiedenste von dem, was unserm Drucke widersteht, und doch lebt, . . heißen wir Seele — das scheinbare Triebrad aller willkürlichen Bewegungen unsers Körpers . . . Wie aber Seele auf Körper wirke . . — lieber Herr Karamsm — davon versteh

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