Schöpferische Evolution: L'évolution créatrice

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Meiner Verlag, Jan 30, 2013 - Science - 378 pages
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Brillant geschriebenes und nobelpreisgekröntes Hauptwerk Bergsons, das weit über die Lebensphilosophie hinaus auf die Literatur und Ästhetik der Folgezeit wirkte und auf Autoren wie Proust, Gide, T. S. Eliot und Musil großen Einfluß ausübte. Mit seinem epochemachenden zweiten Hauptwerk "L'évolution créatrice", für das er 1927 den Nobelpreis für Literatur erhielt, greift Bergson unmittelbar in die Diskussion über zeitgenössische Evolutionstheorien ein, die die Biologie um die Jahrhundertwende beherrschten. Gegenüber mechanistischen Konzepten wie dem Neo-Darwinismus, die er - mit großer Sachkenntnis im Detail - als unzureichend für das Verständnis der Komplexität evolutionärer Prozesse kritisiert, versucht Bergson für die Philosophie die Deutungshoheit über den Lebensbegriff zurückzugewinnen. Die Grundfrage des Werks lautet: Gibt es etwas, das alle Lebewesen in ihrer Entwicklung gemeinsam haben und das insofern ein bestimmendes Merkmal des Lebens selbst ist? Bergson fi ndet die Antwort im titelgebenden Begriff der "schöpferischen Evolution". Nicht nur ist die Evolution als schöpferisch zu denken, sondern zugleich der schöpferische Akt als "evolutiv". Als treibende Kraft und Ursache aller Veränderungen macht Bergson dabei den ursprünglichen "élan vital" (Lebensimpuls) aus, der zu einem Zentralbegriff seiner Philosophie wurde. Die Kritik am Szientismus seiner Zeit führt Bergson darüber hinaus zu einem neuen Zugang zur Lebenswirklichkeit, den er in der (methodisch präzise bestimmten) "Intuition" entdeckt. So wird die Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie zugleich zu einer großangelegten Neubestimmung der philosophischen Methode. L'évolution créatrice wurde 1912 von Gertrud Kantorowicz zum ersten Mal ins Deutsche übertragen. Ihre in Sprache und Terminologie stark vom George-Kreis geprägte Übersetzung wurde für diese Neuausgabe vollständig überarbeitet und enthält jetzt auch die in der ersten deutschen Ausgabe fehlenden Anmerkungen und Nachweise Bergsons.

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About the author (2013)

En retraçant, depuis l’Antiquité jusqu’à l’époque moderne, la manière dont les philosophes ont traité la délicate question de la liberté, Bergson démontre la nécessité, mais aussi le caractère radicalement neuf, de sa propre théorie de la liberté.On retrouve ici, sous une forme différente et enrichie, des thèmes chers à Bergson et déjà traités ailleurs (puisque la liberté faisait l’objet de l’Essai sur les données immédiates de la conscience en 1889), mais on y découvre aussi des interrogations nouvelles : l’investigation sur la vie (l’un des laboratoires de L’Évolution créatrice, 1907), une philosophie de l’histoire de la philosophie, et même, c’est là la surprise majeure, une prise en charge des thématiques morales et politiques telle qu’elle aboutira aux Deux Sources de la morale et de la religion en 1932. Prononcé dans l’amphithéâtre plein du Collège de France, ce cours nous fait entendre mot à mot, dans un dactylogramme établi à l’intention de Péguy, la voix de Bergson, indissociable selon le philosophe de l’expression conceptuelle.

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