Schauspiele. Uebers

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Page 197 - Meinem Neffen, der ein Sohn ist Von dem ällsten meiner Brüder; Und in ihm will ich der Väter Und Vorväter Stammgut tüchtig Mehren. Er ist arm, ich reich; Drum ist's billig, Blut und Güter Schmelzen wir in Eins zusammen Und erhalten so in's künft'ge Das Geschlecht der Quadradillos Mit mehr Glanz. Wie er herüber Kommt, soll er Eugenien haben. Sehn wir, ob die neue Mühe Bessern kann den Uebermmh Ihrer frischen Iugendgrüne.
Page 98 - ... Sphäre, Welcher Stoff sie auch entfache. So such' ich, als flücht'ger Bach, Stets den Meergrund meiner Plagen; Als geworfner Stein die Erde, Heimat meiner schweren Lasten; Als bewegt Atom die Lüfte, Wohnsitz meines Hoffnungwahnes; Und als Blitz such...
Page 229 - Ungezwungenheit und offnes Wesen für Verbrechen gelten; Denn hier weih'n die Herr'n vom Hofe Statuen aus Wachs der Ehre, Und der Tück' aus Erz und Golde. Zwar nicht sag...
Page 312 - Weise handl' ich Gegen Euch, mich selbst und Iene, Als ein Ritter, Freund und Gastherr." Himmel, hilf! Wie viele Dinge, So ungleich, so mannigfaltig, Mich auf einmal jetzt bedrängen, Mich auf einmal übermannen! Was er sagt und was er nicht sagt, Dieser Brief — durch Beides, wahrlich! Kränkt er mich; das ist gewiß. Denn als er mich lüstern machte Ich sty's, die ihn sollt' empfangen, Und ich jenes Mittel brauchte, Ihn zu lesen — da empfand ich Herbe Kränkung , daß nicht Dieses War sein Zweck,...
Page 285 - Freund' ich Beistand geben? Und gelänge mein Bestreben, Große Schlechtheit übt' ich dann; Denn er, der durch meine List Sich zur Freundschaft läßt bewegen, Ist mein Freund, und ich hingegen Bin sein Feind. — Wenn dem so ist: Wär' es möglich überall, Mich als dessen Feind zu zeigen, Der als Freund sich giebt mir eigen? Wenn ich nun im ersten Fall Nichts gewinne durch mein Lügen, Und im andern ich gewann Seine Freundschaft — sagt mir an, Könnt' ich meinen Freund betrügen? D. Pedro. Wenn...
Page 313 - EugeNrtt erscheint im Hintergrunde. Eugenia. Das bin ich! Clara. Die in ihrem stolzen Wahne Denket, sie allein bezwinge Alles, was ihr Auge wahrnimmt. O du Neid, du Neid, wie viel Nachtheil hast du Frau'n geschaffen! Denn ich gab', um an Eugenien Mich zu rächen . . . Eugenia (hervortretend), Wodurch schadet Dir Eugenia, daß du sinnest, Ganz für dich allein, auf Nache?
Page 277 - Damen mit ihrer Begleitung ab. ) D. Felix. Was hab' ich gefühlt, sie sehend! Ist doch arg genug die Furcht, Daß dies leid'ge Mitbewerben, An dem Tage, da es kund wird, Enden muß in Zwist und Händel, Weil sie Eine Schöne lieben! Und nun wird's für mich noch ärger, Weil es die ist, die von Beiden (Sind sie Beide gleich sehr herrlich) Als die Schönste mir erschien Damals schon, da ich am Fenster Sie zum erstenmal erblickte. Doch davon ist nicht die Rede, Denn wohl hoff...
Page 318 - Lautes Wasser — darauf achte! — Ist nicht jederzeit gefährlich; Doch das stille birgt Gefahren. Und so bleibt der beste Rath: Hüte Dich vor stillem Wasser!
Page 312 - Ich sey's, die ihn sollt' empfangen, Und ich jenes Mittel brauchte, Ihn zu lesen — da empfand ich Herbe Kränkung , daß nicht Dieses War sein Zweck, vielmehr das Andre. Wie nur wag' ich, dies zu sprechen, Wenn nicht schon die still gegrabne, Tief verborgne Mine sprang, So die Lieb' in mir entbrannte? Liebe, sagt' ich, denn mich kränkt Nichts, als daß ich mir so albern Eingebildet, daß er mich Aufgesucht.
Page 256 - ... Lassen wir auf ihrer Reise Diese beiden Majestäten (Denn dies fällt nicht mir anheim, Da schon ihr mit aller Schärfe Eures Geistes uns die Pracht, Herrlichkeit und Größ' erzähltet), Und vernehmt: die Stadt Madrid, Unermüdet stets, anhänglich, Treu im Dienst des Könighauses (Was am höchsten ist zu schätzen), Hatte, während sie sich rüstet Zum gewohnten Festgepränge, Eingeladen den erlauchten Ausbund aller span'schen Edeln Zu dem schönsten Maskenzuge, Welcher, war es Zufall eben,...

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