Scheidung in der Kolonialzeit

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GRIN Verlag, 2007 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Romanistik - Lateinamerikanische Sprachen, Literatur, Landeskunde, Note: 1,3, Universitat zu Koln, Veranstaltung: Hauptseminar: Haushalts- und Familienstrukturen und gesell-schaftlicher Wandel in Lateinamerika, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Eroberung Lateinamerikas, die um die Mitte des 16. Jahrhunderts abgeschlossen war, nahm das portugiesische Recht in Brasilien und das spanische Recht in den ubrigen Gebieten eine Vorrangstellung ein. Im Hinblick auf die Ehegesetzgebung spielte insbesondere die katholische Kirche eine erhebliche Rolle. Die Ehe galt als die grundlegende Institution innerhalb der politischen und der gesellschaftlichen Ordnung. Die Geschichtsschreibung beschaftigt sich zunehmend mit Familien- und Geschlechtergeschichte und lasst die Konfliktfalle innerhalb der Ehe und der Familie nicht ausser Acht, die sich in den reichen Scheidungsakten aus der Kolonialzeit wiederspiegeln. Diese Seminararbeit beschaftigt sich mit dem Thema der Scheidung in der Kolonialzeit in Hispanoamerika, jedoch zieht sich die Untersuchung bis ins 19. Jahrhundert hinein, da zwischen der Kolonialzeit und der Epoche der Nationalstaaten (fast) fliessende Ubergange existierten. Geografisch behandelt diese Arbeit hauptsachlich die Lander Mexiko, Peru und Costa Rica. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit bilden nicht nur die Scheidungsprozesse und -klagen, sondern auch die Aufdeckung der Hintergrunde von Scheidungen, die wir nur mit Hilfe der Gegenuberstellung von Theorie und Praxis der Scheidung sichtbar machen konnen. Auch sollen die Schwierigkeiten, die der Begriff des divorcio mit sich bringt, aufgeklart werden. Im Mittelpunkt stehen ebenso die Ehescheidungs- und Ehetrennungsgrunde, sowie die Folgen einer Ehescheidung fur das Ehepaar und die Mitglieder der Familie. Das Thema der Scheidung lasst einen Einblick in die Mentalitatsgeschichte der hispanoamerikanischen Gesellschaften jener Zeit zu. Daher
 

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Page 17 - En síntesis, estos cambios sugieren que las esposas tendieron a resaltar en su discurso ciertos elementos que apelaban más al modelo de marido capaz de brindarle a su esposa compañerismo, respeto y afecto, y de cumplir con su rol de cabeza de familia y de proveedor autosuficiente.
Page 3 - Mittelalter wuchs die religiöse und rechtliche Bedeutung der Verbindung von Mann und Frau. Die katholische Kirche versuchte, ihren Einfluss auf die...
Page 11 - Art und Weise, eine gültig geschlossene Ehe rechtmäßig zu beenden und damit die Möglichkeit zur Wiederverheiratung zu erlangen, war der Tod eines Ehepartners.23 So geht in Erfüllung wie es die Kirche vorsieht, dass ein Brautpaar sich das Eheversprechen vor dem Altar „bis dass der Tod uns scheidet
Page 10 - Dirk, Ehescheidungs- und Ehetrennungsgründe in Lateinamerika. Eine vergleichende Darstellung auf der Grundlage des französischen Rechts, Kiel (lur.

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