Schelmenroman - Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

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GRIN Verlag, 2007 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Universitat Karlsruhe (TH), 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thomas Mann, der 1875 in Lubeck geboren wurde, begann im Marz 1910 an diesem Roman zu schreiben. Anfangs, so sagt man zumindest, war es noch nicht einmal Manns Absicht einen Schelmenroman zu verfassen. Erst durch die Lekture der Memoiren Georges Manolescus, welcher im 19. Jahrhundert ein beruchtigter Hochstapler und Dieb war, wurde er auf die Fahrte der Schelmengeschichte gefuhrt. In seinem Werk geht es nicht "nur" um "Die Kunst der Tauschung," welche Krull zweifellsfrei in gekonnter Manier umsetzt. Sein Talent liegt naturlich einerseits in seinen schon fast chamaleonhaften schauspielerischen und figurwandlerischen Fahigkeiten, andererseits mag er auch durch seine sehr reichhaltige und auerst ausdrucksstarke Rhetorik zu uberzeugen. Aber Thomas Mann hat diesem Schelmenroman auch eine kleine Prise Sozialkritik hinzugefugt. Diese "Zutat" gehort diesem Genre an, allerdings nur insofern die Figur des Schelms (vgl. auch Hermann Botes "Till Eulenspiegel") fur diese pradestiniert ist. Der Protagonist soll die Mangel und Fehler der Gesellschaft aufdecken und diese parodieren. Die Satire in der Zeitkritik und Darstellungsweise wird also hauptsachlich fur die sozialkritischen Seitenhiebe verwendet, welche die besitzgierige Gesellschaft betreffen. Das fur einen Schelm charakteristische Merkmal, namlich "das zur Perfektion gebrachte Stehlen," welches die "Kardinalstugend des Pikaro" darstellt, wird hauptsachlich hierfur angewandt.
 

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Page 3 - Außenseiters schildert, der sich in einer locker gefügten Folge von Episoden mit Gewitztheit und moralisch nicht unbedenklichen Mitteln gegen eine feindliche und korrupte Welt behauptet, wobei von dieser Welt ein satirisch gezeichnetes Panorama entworfen wird. Der Bildungsroman dagegen wäre zu bestimmen als eine im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts entstandene und vor allem in Deutschland florierende Form, die mit psychologisch-moralischem Interesse den Werdegang einer...

About the author (2007)

Tobias Schwarzwalder, geboren im Mai 1981 in Karlsruhe, studierte Germanistik und Sportpadagogik auf Lehramt an der Universitat Karlsruhe. Ab Januar 2007 wird er in den Schuldienst an Gymnasien in Baden-Wurttemberg als Referendar eingesetzt. Seine eigene Schiedsrichtertatigkeit (bis Regionalliga), sowie sein Engagement als Delegierter des Kreises Karlsruhes (Nachwuchsforderung der Schiedsrichter) brachten ihn auf den Gedanken, den noch nicht ausfuhrlich erforschten Bereich der Stressbewaltigung des Schiedsrichters im Sportspiel Handball naher zu inspizieren.

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