Schillers Abhandlung "Über naive und sentimentalische Dichtung": Praktische Analyse in Bezug auf zwei Gedichte - "Die Götter Griechenlandes" von Schiller und "Die Braut von Korinth" von Goethe

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GRIN Verlag, 2010 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Schillers schriftliche Darlegung seiner Asthetik zwischen 1790 und 1795 zielt uber die blosse Suche nach der schonen Form hinaus. In dieser Phase der theoretischen Werke mochte er sich und seine Epoche im Literaturkanon emanzipieren, in der bis dato die attische Kultur als absolutes Mass gilt. Er merkt allmahlich, dass [...] er bei seiner Entfernung vom Geist griechischer Literatur [...]" in Erklarungsnot gerat- mit welcher Rechtfertigung kann ein moderner Schriftsteller den goldenen Schnitt der Vokabeln neu justieren? Dazu kommen zwei wesentliche Faktoren: durch die franzosische Revolution und besonders durch die Kant- Studie ab 1791 bis in die Grundzuge seiner Kunst erschuttert, sucht er [...] nach den grossen verbindenden Ideen und Kategorien [...]," mit denen er die allgemeine Umsturze um sich zu ordnen versucht. Was aber in der Kritik der reinen Vernunft und der Kritik der Urteilskraft des Konigsberger Philosophen affiziert Schiller eigentlich dermassen, dass er jahrelang seine dramatische Arbeit vernachlassigt? Er ist einer der ersten Rezensenten, die das Ausmass dieser kopernikanischen Wende- wie man es Epochen spater nennen wird- erahnen und auf die Provokation einer sich selbst erkennenden und uberprufenden Rationalitat reagieren. Fur Schiller ist die Vorstellung unertraglich, [...] die unterdruckende Vernunft [...] selbst zur blinden Macht [zu erheben], wie sie die Natur ursprunglich ist." Er erkennt diese Pramisse zwar an, attestiert der Moderne aber eine schleichende Entfernung von der Vergangenheit, die sich nicht nur in den Jahreszahlen niederschlagt, sondern auch und vor allem im Gemut ihrer Trager. Wenn die Aufklarung, deren bedeutendster Vertreter Kant ist, das Primat der Vernunft verlangt, dann fuhrt das die Menschen von ihren naturlichen Wuzeln weg- der Mensch verliert mit der Naturhorigke"
 

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