Schizophrenie und Dichtung: Paul Celans 'Fadensonnen'

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GRIN Verlag, 2009 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Sie, die Sprache, blieb unverloren, ja trotz allem. Aber sie musste nun hindurchgehen durch ihre eigene Antwortlosigkeiten, hindurchgehen durch furchtbares Verstummen, hindurchgehen durch die tausend Finsternisse todbringender Rede. Sie ging hindurch und gab keine Worte her fur das, was geschah; aber sie ging durch dieses Geschehen. Ging hindurch und durfte wieder zutage treten, angereichert" von all dem." Celans Lyrik ist von seiner Lebensgeschichte gepragt. Ich habe nie eine Zeile geschrieben, die nichts mit meiner Existenz zu tun gehabt hatte [...]," so schreibt er selbst 1962. Zu den zentralen Geschehnissen im Leben Celans gehoren die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Verlust der so geliebten Mutter. Sie machen es ihm unmoglich auf traditionelle Weise weiter zu dichten. Das Leid entzieht sich der Sprache. So lost sich Celan auf formaler Ebene fast vollkommen von vorgegebenen metrischen Mustern. Sprachlich werden die Mittel der Verschlusselung und Verknappung" zum konstitutiven Prinzip seiner Lyrik. Vielen Gedichten kommt eine besondere Bedeutung fur das Verstandnis seiner Dichtung zu. Zu diesen Gedichten gehort auch das Gedicht FADENSONNEN" aus der Sammlung Atemwende" (1976). Doch zunachst mochte ich naher auf die Person Paul Celan eingehen."
 

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