Schloß Gripsholm: Eine Sommergeschichte

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GRIN Verlag, 2009 - 128 pages
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Sie hatte eine Altstimme und hiess Lydia. Karlchen und Jakopp aber nannten jede Frau, mit der einer von uns dreien zu tun hatte, die Prinzessin, um den betreffenden Prinzgemahl zu ehren -- und dies war nun also die Prinzessin; aber keine andre durfte je mehr so genannt werden. Sie war keine Prinzessin. Sie war etwas, was alle Schattierungen umfasst, die nur moglich sind: sie war Sekretarin. Sie war Sekretarin bei einem unformig dicken Patron; ich hatte ihn einmal gesehn und fand ihn scheusslich, und zwischen ihm und Lydia... nein! Das kommt beinah nur in Romanen vor. Zwischen ihm und Lydia bestand jenes merkwurdige Verhaltnis von Zuneigung, nervoser Duldung und Vertrauen auf der einen Seite und Zuneigung, Abneigung und duldender Nervositat auf der andern: sie war seine Sekretarin. Der Mann fuhrte den Titel eines Generalkonsuls und handelte ansonsten mit Seifen. Immer lagen da Pakete im Buro herum, und so hatte der Dicke wenigstens eine Ausrede, wenn seine Hande fettig waren. Der Generalkonsul hatte ihr in einer Anwandlung furstlicher Freigebigkeit funf Wochen Urlaub gewahrt; er fuhr nach Abbazia. Gestern abend war er abgefahren -- werde ihm der Schlafwagen leicht! Im Buro sassen sein Schwager und fur Lydia eine Stellvertreterin. Was gingen mich denn seine Seifen an -- Lydia ging mich an. Da stand sie schon mit den Koffern vor ihrem Haus -- Hallo! Du bischa all do? sagte die Prinzessin -- zur grenzenlosen Verwunderung des Taxichauffeurs, der dieses fur Ostchinesisch hielt. Es war aber Missing
 

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