Schloss Blois unter König Ludwig XII.

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GRIN Verlag, May 6, 2010 - Architecture - 21 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,3, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Der französische Schlossbau im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: In seiner heutigen Gestalt vereint Schloss Blois Bauwerke aus vier Epochen ineinander. Von einer frühmittelalterlichen Festungsanlage wurde es über die Jahre zu einem herrschaftlichen Wohnsitz erweitert, welcher jedoch ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in der sich das Königsgeschlecht endgültig von dort zurück zog, allmählich der Vernachlässigung und schließlich der französischen Revolution zum Opfer fiel. Zwischenzeitlich als Kaserne genutzt erfolgte 1845 unter Félix Durban die erste umfassende Restaurierung, die von mehreren weiteren gefolgt wurde, sodass in dem heutigen Museum ein Teil des alten Glanzes wieder zum Leben erwacht ist. Erbaut am nordöstlichen Ufer der Loire auf einem Felsplateau, das an drei Seiten steil abfällt, war dieser Ort auf Grund seiner leichten Verteidigung schon früh als Bauplatz genutzt worden. Erste Hinweise auf einen Bau an dieser Stelle beziehen sich auf das Jahr 491 und nennen eine Festung: die oppidum Blesis. In wie fern diese Erwähnung auf gesicherten Tatsachen beruht, ist fraglich, da die Quelle aus dem 12. Jahrhundert stammt und lediglich von den früheren Begebenheiten berichtet. Sichere Beweise für eine frühe Bebauung der Stelle, an der heute das Schloss steht, stammen aus dem 10. Jahrhundert: unter dem ersten Grafen von Blois Thibaud I., le tricheur genannt, wurde ein wehrhafter Turm auf dem Felsplateau errichtet. Bis zum 13. Jahrhundert wurde dieser Turm zu einer kompletten Burganlage erweitert. Die entscheidende Wende für den Bau erfolgte mit dem Verkauf der Grafschaft Blois im November 1391 an Louis de Valois, den Bruder König Karls VI. Sein Sohn Charles de Valois und späterer Herzog von Orléans zog 1440 nach Blois, sodass sein eigener Sohn Louis, späterer König Ludwig XII. von Frankreich, Blois als seinen Geburtstadt zu seiner Hauptresidenz auserwählte. Von 1498 bis 1589 blieb Blois Hauptresidenz der französischen Könige. In dieser Zeit erfuhr die Anlage zahlreiche Umbauten und Erweiterungen. Die letzten baulichen Veränderungen stammen aus dem 17. Jahrhundert, als Gaston d’Orléans, Bruder Ludwigs XIII., nach Blois zog. Mit seinem Tod 1660 wurde der allmähliche Zerfall des Schlosses eingeleitet.
 

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