Schockierende Werbung und die Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit: Die Urteile zur Werbung des Unternehmens Benetton

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GRIN Verlag, 2007 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Jura - Sonstiges, Note: 1,7 entspricht 14 Punkte Jura, Fachhochschule Kiel (Master of Business Law), Veranstaltung: Seminar an der FH Kiel zum Studiengang Master of Business Law, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Werbung mit schockierenden Bildern wurde in den 1990er Jahren insbesondere durch den Kleidungshersteller Benetton in der deutschen Werbelandschaft etabliert. Zwar konnte sich dieser Typ Werbung nicht als all gemeingultiges Mittel durchsetzen. Jedoch findet sich immer wieder Werbung mit schockierenden Inhalten wie die HIV-Kampagne der Michael-Stich-Stiftung, die entsprechende Aufmerksamkeit erzielt. Ob diese Werbung in jedem Fall ihren angestrebten Zweck erfullt mag dahinstehen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des Bundesgerichtshofs (BGH), welche sich mit der rechtlichen Beurteilung der Werbung mit schockierenden Inhalten von Benetton befassen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen den Grundrechten und dem Wettbewerbsrecht aufgezeigt. Die Arbeit macht den Einfluss der Grundrechte und des BVerfG, als Huterin der Grundrechte, auf das einfache Recht deutlich. Es wird zunachst die Gruppe der schockierenden Werbung in die Systematik des 1 UWG eingefasst und anschliessend dieser Begriff naher betrachtet. Es folgt eine umfassende Darstellung der beiden Verfahren und der Argumente der entscheidenden Gerichte. Abschliessend wird zum Thema Stellung genomm
 

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Page 8 - Das normative Element des Begriffs der guten Sitten im Wettbewerb, sich so zu verhalten, wie es sein soll, nicht wie es (mehrheitlich) geschieht oder geduldet wird, läßt es nicht zu, den Begriff der guten Sitten im Wettbewerb, ebenso wie die diesen determinierende Werteordnung der Verfassung, dem Ergebnis einer Verkehrsbefragung zu überlassen.
Page 2 - Einzelfall zu klären, ob ein sachlicher Zusammenhang zwischen der gefühlsbetonten Werbung und der angebotenen Ware oder Leistung besteht.
Page i - Product Placement und Wettbewerbsrecht - Zu den Grenzen „medialer" Fernsehwerbung, GRUR 1988, S. 264 - 272 Ekey, Friedrich; Klippe), Diethelm, ua Wettbewerbsrecht, Heidelberger Kommentar, Heidelberg 2000 Emmerich, Volker Unlauterer Wettbewerb, ein Studienbuch, 6.
Page 2 - Kunden unter Ausnutzung seiner Gefühle in einer dem Leitbild des Leistungswettbewerbs widersprechenden Weise in seiner Kaufentscheidung unsachlich beeinflußt wird.

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