Schreibabys - Mögliche Ursachen und Hintergründe bei Säuglingen sowie Eltern und Hilfemöglichkeiten

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GRIN Verlag, Feb 20, 2012 - Education - 27 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung, Note: 1,7, SRH Hochschule für Gesundheit Gera, Sprache: Deutsch, Abstract: Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Schrei des Säuglings sein Überleben sichert und somit sein wichtigstes Kommunikationsmittel ist. Bei Säuglingen mit einem übermäßigen Schreiverhalten ist es für die Bindungspersonen, aufgrund ihrer subjektiven Haltung, oft schwer das wahre Ausmaß des Schreiens einzuschätzen. Deshalb gilt zur Identifikation die „Dreier-Regel“ nach M. Wessel, welche besagt, dass ein Säugling über mindestens drei Wochen hinweg, mehr als drei Tage in der Woche über drei Stunden am Tag schreien muss, um als exzessiv schreiender Säugling zu gelten. Bei der Suche nach der Ursache für dieses Verhalten gilt es drei Faktoren zu berücksichtigen. Als Erstes muss der Säugling individuell betrachtet werden, um herauszufinden, ob organische Belastungsfaktoren oder Defizite in der Selbstregulation mögliche Auslöser sind. Als Zweites müssen die Kommunikations- und Interaktionsprobleme zwischen dem Säugling und seinen Bindungspersonen untersucht werden und drittens muss die Bindungsperson individuell betrachtet werden, um herauszufinden, ob sie aufgrund der neuen Gegebenheiten überlastet ist. Meist kumulieren sich mehrere einzelne Faktoren und veranlassen das Unwohlsein des Säuglings. Auf Dauer kann dieser Stresszustand negative Emotionen bei den Bindungspersonen auslösen. Um zu vermeiden, dass diese am Säugling ausgelebt werden, müssen die Bindungspersonen sich ihrer Gefühle bewusst werden und akzeptieren, dass sie eine Pause vom eigenen Säugling benötigen. Es ist wichtig in einer solchen Situation einen Ausgleich, beispielsweise durch das Ausleben eigener Interessen oder das Sprechen mit einer Vertrauensperson, zu finden. Dies hilft sowohl der Bindungsperson als auch dem Säugling, da dieser die innere Einstellung des Anderen spürt und mit entsprechenden Reaktionen entgegnet. Für eine erfolgreiche Beruhigung des Säuglings ist eine adäquate Reaktion, auf die durch das Schreien ausgedrückten Bedürfnisse, notwendig. Es ist sehr wichtig, dass die Bindungsperson dem Säugling angemessen signalisiert, seine Äußerungen gehört zu haben und dass sie an einer Lösung des Problems arbeitet. Wenn alle Maßnahmen, den Säugling auf Dauer zu beruhigen, fehlschlagen, gibt es für die Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, professionelle Hilfe in Interventionszentren, beispielsweise einer Schreiambulanz in Anspruch zu nehmen. In diesen Einrichtungen wird, unter anderem mit Beratungen und verschiedenen Therapieangeboten, den Eltern im Umgang mit ihrem Säugling geholfen
 

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2.1 Kommunikations 4.1 Emotionale Belastung Adrenalinspiegel Akademie für Fortbildung aktive Schlaf Alarmbereitschaft angemessen Angst aufmerksame Wachzustand auslösen äußere Reize Barth Bedürfnisse Belastung und mögliche benötigt beruhigt Beruhigungsmethoden Bezugsperson Bindungsaufbau Bindungspersonen Blutdruck Brazelton chronische Unruhe Dauerhaftem Schreien Dezibel Diederichs eigenen Baby Emotionen Entwicklung ersten drei Lebensmonaten Erziehungsberechtigten exzessiv schreienden Säugling exzessives Schreien exzessives Schreiverhalten Faktoren Fortbildung in Psychotherapie Fötus Gebärmutter Gefühle geregelter Tagesablauf Halbschlaf Hilfe Hilfe zur Erziehung Hilflosigkeit Interaktion irritieren Jugendhilfegesetz Kinder kindliche KJHG Koliken kommt Körper Körperkontakt Kries Kriseninterventionen Lebenswoche Lucas meist mögliche Reaktionen Mögliche Ursachen Mutter Neugeborene nonverbale Kommunikation notwendig Nuckeln Olbricht Papoušek Partner Partnerschaft Pause vom eigenen Pediatr postpartalen Depression Probleme prompte Reagieren psychische quengelige Wachzustand Rankl Regulation Reizüberflutung Säugling ein exzessives Schlaf-Wach Schlafstörungen Schrei Schreiambulanz Schreibabys Schreiphasen Schwangerschaft Selbstregulation siehe Anhang Abb Signale Situation sollte somatische Störung somit Sozialgesetzbuch Speiseröhre Tragetücher Umfeld Umgang Unterstützung Ursachen und Hintergründe Verhalten Verhaltenszustände vermehrt Wachphase weiter wichtig Wochen

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