Schreiben als Lebensform - Zur Selbstthematisierung des Schriftstellers in Wolfgang Hilbigs Roman "Eine Übertragung"

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GRIN Verlag, 2012 - 96 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur Germanistik), 60 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt wohl kaum einen Autor, der in seinem Werk mit einer solchen Haufigkeit das Schreiben thematisiert wie Wolfgang Hilbig, ja fur dessen Texte die interne Reflexion der Schreibtatigkeit als konstitutiv anzusehen ist. Immer wieder stellt Hilbig dabei den lebensweltlichen Bezug des Schreibens, den kulturellen und historisch-politischen Bezugsrahmen und die autobiographische" Dimension her. Innerhalb der einzelnen Kontexte wie auch losgelost von ihnen, in der Darstellung seiner Selbstbezuglichkeit, nimmt das Schreiben die Gestalt einer Obsession an. Die Hoffnung, Selbstvergewisserung durch das Schreiben zu finden, kann als ein allgemeines Charakteristikum des Schriftstellers gelten; der in Hilbigs Texten immer wieder thematisierte, in Eine Ubertragung" gar handlungsbildende writers-block" verweist jedoch daruber hinaus auf ein gesteigertes Bedurfnis nach Identitat, das auf den unertraglichen Selbstverlust des Schreibenden im Alltag zuruckfuhrbar ist; das Schreiben wird zur einzigen identitatsstiftenden" individuellen Handlung. Das erste Kapitel der vorliegenden Magisterarbeit stellt die reaktiven und die aktiven Komponenten des Schreibens unter Einbeziehung von Reflexionen der Ich-Erzahler verschiedener Texte Hilbigs uber das Schreiben aus. Es geht mir in meiner Darstellung der Entfremdungserscheinungen, der Problematik autobiographischen" Schreibens und der Bedeutung des Schreibprozesses fur den Schrei-benden darum, fur die im Hauptteil meiner Arbeit erfolgende (Struktur-)Analyse von Eine Ubertragung" einen philosophischen und schreibtheoretischen Kontext bereitzustellen, der meine Unter-suchung erweitert, vertieft und begrifflich stutzt. In Eine Ubertragung" (1989) hat Wolfgang Hilbig den Zusammenhang von Leben und Schreiben zum Hauptgegenst
 

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