Schreibweisen des Ökonomischen in der deutschen Gegenwartsliteratur: Eine vergleichende Analyse der Romane "Das Jahr der Wunder" (2001) von Rainer Merkel und "Wenn wir sterben" (2002) von Ernst-Wilhelm Händler

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GRIN Verlag, 2009 - Economics in literature - 132 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Deutsches Seminar der Neuphilologischen Fakultat), 93 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit beschaftigt sich mit den vielfaltigen Austauschprozessen zwischen okonomischen und literarischen Diskursen am Beispiel der Romane "Das Jahr der Wunder" (2001) von Rainer Merkel und "Wenn wir sterben" (2002) von Ernst-Wilhelm Handler. Sie stellt die These auf, dass in der Literaturlandschaft seit Mitte der neunziger Jahre vermehrt Texte zum Vorschein treten, die der Wirtschaftswelt und ihren Sprech- und Wahrnehmungsweisen neue Aufmerksamkeit schenken und die gegenuber den eher marxistisch gepragten, literarischen Auseinandersetzung mit dem Okonomischen in den siebziger Jahren auch literarisch-formal einen neuen, ambivalenteren Umgang mit dem okonomischen Feld anstreben. Handlers und Merkels Texte bilden paradigmatische Falle fur dieses Phanomen. In einem methodischen Teil wird zunachst uber die theoretischen Voraussetzungen reflektiert, auf deren Grundlage Parallelen zwischen Narration, Metaphern und sprachlichen Zeichen einerseits und der Logik monetarer Zeichen, der Okonomie und des Tausches andererseits ausgemacht werden konnen. Der literarische Text wird in Anlehnung an den "New Historicism" als ein aus okonomischen Diskursfaden gebildetes Gewebe erkennbar, das durch die Aneignung okonomischer Sprechformationen und Theorien ein poetologisches Wissen uber das Wirtschaftliche hervorbringt. Als theoretische Grundlagen dienen des Weiteren der amerikanische Forschungsansatz des "New Economic Criticism" (Woodmansee, McCloskey), der als interdisziplinarer Zugang den Dialog zwischen Wirtschafts- und Literatur- bzw. Kulturwissenschaften befordert, sowie Simmels Begriff des Monetaren in seiner "Philosophie des Geldes." Bei der Analyse der Romane stehen zwei Fragen im Mittelpunkt, die sich dialektisch von zwei verschiedenen Pe

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