Schule als Konstrukt der Öffentlichkeit: Bilder - Strategien - Wirklichkeiten

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Springer-Verlag, Jan 27, 2010 - Education - 289 pages
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Wohl in keinem anderen institutionellen Bereich als dem der Erziehung und Bildung steht der Aufwand an Planung, steht der Umfang der Erlasse, P- gramme, Vorschriften, Maßnahmen und Verfahren in einem so krassen Geg- satz zu dem, was man über die Resultate dieses an Regeln orientierten, int- aktiven Handelns weiß. Schule ist ein System von Normen und gleichzeitig eine soziale Wirklichkeit. Das Organisationsgeschehen in der Schule verbindet sich mit Vorstellungen zum Sinn einzelner Akte, zu ihrer Bedeutung in einem k- plexeren Zusammenwirken und ihren Folgen für die beteiligten Personen, - sonders für die Schülerinnen und Schüler, sowie für die Gesellschaft und ihre Subsysteme. Schule gilt, wie andere Organisationen auch, als Mittel zur - reichung von Zielen. Für die Schule ist jedoch der Spielraum teleologischer Deutungen besonders groß. Fast jeder Handlung kann eine pädagogische oder therapeutische Wirkung unterstellt werden. Anders als bei Organisationen, die materielle Güter erzeugen, geht es bei den Bildungsgütern um ‚Produkte , die nach allgemeinem Verständnis erst dann zum Einsatz kommen, wenn die e- sprechenden Organisationsprozesse, das heißt die systematische, in Zyklen e- geteilte Betreuung, Förderung und möglicherweise auch Beeinflussung von Heranwachsenden, längst zu einem Abschluss gekommen sind. Der Verdacht, dass möglicherweise die mit der organisierten Bildung v- folgten Ziele nicht erreicht werden, ist so alt wie die Schule selbst.
 

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Contents

Vorwort
7
Die Schule und das Konstrukt der Rationalität
39
Verborgene Wirklichkeiten
67
Prekäre Wirklichkeiten
109
Selffulfilling Prophecy
145
Konstruktbildungen im politischen Prozess
169
Konstruktbildungen und Medien
201
Zwischen Authentizität und Inszenierung
229
Szientifische Konstrukte
259
Positionen und Positionierungen
273
Copyright

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Common terms and phrases

Absolventen Akteure Aktivitäten allgemeinen Allokation Anspruch aufgrund Bedeutung Beispiel beruflichen Beschäftigungssystem besonders besteht bestimmte Beteiligten beziehen Bild Bildungsökonomie Bildungssystem Bildungswesen Corporate Identity daher derartige Dienstleistungen Diskurse Effizienz Eindruck Einstellungen Einzelnen Eltern empirische entsprechend Entwicklung Erfahrungen Erfolg Erziehung und Bildung Exklusion exklusiven Schulen formalen Funktion geht Geschehen gesellschaftlichen gibt Graffiti Grundlage Gruppen Handeln heißt hinaus höheren Human-Relations-Bewegung indem informale Differenzierungen Insti Institution institutionellen Inszenierungen Interessen Jugendlichen keit Klientel kollektive kommen kommt Kompetenzen Konstrukte Konzepte Kredentialismus Kultivationspädagogik kulturelle Kapital kulturellen Kustodialfunktion lassen Lehrer Lehrerschaft Lehrkräfte Leistungen lichen machen Max Weber Medien möglich möglicherweise muss Nachrichtenfaktoren nichtselektiven Schulen Nimbus Öffentlichkeit ökonomische Kapital ökonomischen Organisationen Personal Personen politischen Positionen Projekte Prozesse qualifiziert Rahmen Rationalität Reifikation Schulabschluss Schülerinnen Schülerinnen und Schüler Schülerschaft Schulgeschehen schulischen Schulleitung selektiven Schulen soll sowie sozialen Sozialisation stellen Strategien Strukturen Strukturfunktionalismus symbolischen Pädagogik System Systems Umwelt Unterricht unterschiedliche verbunden viabel vielmehr Weber Weise wichtig Wirklichkeit Wirkung Wissen Wissenschaft Ziele zustande

About the author (2010)

Dr. Klaus Plake ist Professor für Erziehungssoziologie und Sozialisationstheorie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

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