Schulschwierigkeiten von Dialektsprechern: Normenkonflikte auf Seiten Dialekt sprechender Schüler

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GRIN Verlag, 2007 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf, Veranstaltung: Thematisches Proseminar "Sprachnormen," 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Arbeit mit breitem Rand (Anm. der Red.), Abstract: Stehen die Dialekte in Deutschland kurz vor ihrer endgultigen Zuruckdrangung durch eine einheitlich normierte Standardsprache? Schon vor zweihundert Jahren prognostizierten Sprachwissenschaftler den deutschen Mundarten ein baldiges Ende, welches sich jedoch bis in die heutige Zeit nicht, zumindest nicht in dem erwarteten Umfang, bewahrheitet hat. Gerade in den letzten Jahren ist sogar eher eine Art Dialektrenaissance zu verzeichnen, man besinnt sich zuruck auf die Mundart als eine in der Heimat verwurzelten Sprache mit eigenem kulturellen Erbe. Ob dieses neuerliche Interesse am Dialekt als Zeichen einer Angst vor der konkreten Bedrohung seiner Verdrangung zu werten ist, oder aber als bewusst vollzogene Aufwertung desselben innerhalb der Gesellschaft gesehen werden muss, soll jedoch nicht Hauptaspekt dieser Arbeit sein. Vielmehr wird es im weiteren Verlauf um die zentrale Frage gehen, ob - und wenn ja, in wieweit - Dialekt sprechende Kinder aufgrund ihrer Primarsprache schulische Probleme haben. Unterrichtssprache ist das so genannte Hoch- oder Standarddeutsche, sprachlich bedingte Normenkonflikte auf Seiten Dialekt sprechender Schuler sind daher fast immer vorprogrammiert; sprachliche und meist auch soziale Schwierigkeiten sind eine haufige Folge.
 

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Page 6 - Dialekt ist also der als Ausdrucksweise der Sprachgemeinschaft eines Ortes zu betrachtende, auf lokale Verwendung zielende Komplex von Sprechweisen, bei dem zur Aufhebung der Differenzen zum hochsprachlichen System, im Vergleich zu den anderen am gleichen Ort vorkommenden Sprechweisen dieser Sprachgemeinschaft, eine maximale Anzahl von Regeln notwendig ist.
Page 19 - Bislang versteht man jedoch unter Sprachbarriere den Fall des restringierten Sprachvermögens, daß ein Sprachteilnehmer die Möglichkeiten eines Sprachsystems, dessen Teilhaber er ist, nicht alle kennt oder anwendet, weil er durch zu geringe geistig-verbale Herausforderung seiner Umgebung, vor allem des Elternhauses, eine geringere Sprachkompetenz aufweist.
Page 5 - Dialekte definieren sich nach geograph. bestimmten Deckungs- und Vorkommensbereichen von Idio- und Soziolekten. Eine Sprache ist (in der Regel) ein Gefügekomplex und Deckungsbereich aus Idiolekten, Soziolekten und Dialekten.
Page 25 - negativen Auswirkungen eines Auseinanderklaffens von Spracherziehung und Sprachverhalten der Eltern bis zu einem gewissen Grade abgemindert...
Page 24 - diese Sprachform auch in der privaten und alltäglichen Atmosphäre der Familie konstant durchmhalten oder etwa mit den Kindern anders zu sprechen als mit den übrigen Familienmitgliedern...
Page 17 - Systeml als Primärsystem und System2 als Sekundärsystem, wobei sich Sprachbarriere als Phänomen der Umsetzungsschwierigkeit von Systeml zu Systenü.

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