Schutz der Menschenwürde: Inhalt und Reichweite

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GRIN Verlag, 2009 - 88 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Offentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte, Note: 17 Punkte, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Institut fur Politik und Offentliches Recht), Veranstaltung: Seminar zu aktuellen Fragen des Grundrechtsschutzes, 112 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Menschenwurde, ihrer geschichtlichen Entwicklung und den wichtigsten Sachzusammenhangen des Art. 1 I GG. Daruber hinaus zeigt sie anhand einiger exemplarischer Falle, wie sich Inhalt und Reichweite der Menschenwurde im konkreten Einzelfall darstellen. Der Begriff der Menschenwurde ist seit Jahrhunderten immer wieder versuchsweise neu definiert worden, ohne dass sich dabei jemals eine eindeutige, zufriedenstellende Antwort ergeben hatte. Daran zeigt sich sehr deutlich, dass der Prozess der Interpretation der Normierung der Menschenwurde in Art. 1 I GG allein von der Ideengeschichte der Menschenwurde in den verschiedenen Zeitaltern und deren kultureller Entwicklung abhangig ist. Fur die Interpretation eines Rechtsbegriffs ist es unerlasslich, auch die wissenschaftlichen Hintergrunde des Bereiches zu berucksichtigen, aus dem der Begriff ursprunglich abgeleitet wurde - im Bezug auf die Menschenwurde geht es hier vor allem um die Philosophie. Auf Grund der sich in den verschiedenen Begriffsversuchen bundelnden philosophischen und theologischen Erkenntnisse uber den Menschen und seine Stellung in der Gesellschaft und auch uber sein Selbstverstandnis ist es auch heute noch nicht moglich, den Rechtsbegriff der Menschenwurde allgemein gultig zu zeichnen. Trotzdem ist es fur die Unantastbarkeit eines tragenden Konstitutionsprinzips wie der Menschenwurde unerlasslich, dass sich deren Inhalt und Ausmass bestimmen lasst. Sonst konnten die Garantien, die der Staat fur die Menschenwurde und deren Unantastbarkeit keinesfalls aufrecht erhalten werden - sie wurden regelmassig leerlaufen.
 

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Contents

DAS MENSCHENBILD DES GRUNDGESETZES
5
GRUNDRECHTSTRÄGER
11
ENDE DES GRUNDRECHTSSCHUTZES
14
DAS ALLGEMEINE PERSÖNLICHKEITSRECHT
17
EINZELFRAGEN DER MENSCHENWÜRDE
20
STAMMZELLENFORSCHUNG
23
b Europäische Alternativen
26
LITERATURVERZEICHNIS
31
Copyright

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Common terms and phrases

Abendländische Rechtsphilosophie Abschuss eines entführten Abwägung Aktive Sterbehilfe allgemeinen Persönlichkeitsrechts Anwartschaftsrecht Bahr/Heinig Begriff der Menschenwürde Bundesverfassungsgericht BVerfGE BVerfGE 88 Daher Dennoch Dreier Dritten Reiches EGMR Einzelfall einzelnen Grundrechte Embryo Embryonenforschung Embryonenschutz EMRK entführten Flugzeuges Entscheidung Entwicklung erst Europäische Gerichtshof Europäischen Menschenrechtskonvention Europäischen Union Folterverbot Geburt Geddert-Steinacher gerade Gerichtshof für Menschenrechte Gesetz Grundgesetz Kommentar Grundrechtsschutz Grundrechtstheorie Handbuch der Grundrechte Herdegen heute hinaus Hrsg Hufen Implantation In-vitro-Fertilisation Kernverschmelzungstheorie Kommentar zum Grundgesetz konnte Kunig Luftsicherheitsgesetz Mangoldt/Klein/Starck Maunz/Dürig Menschenwürde als Rechtsbegriff Menschenwürde als Verfassungsbegriff Menschenwürdegarantie Menschenwürdegehalt Menschenwürdeschutz Menschenwürdeverletzungen menschlichen Merten/Papier möglich Münch/Kunig muss Nidation Normierung der Menschenwürde NVwZ Objektformel Objektive Grundrechtsgehalte passive Sterbehilfe Patientenverfügung Person Präimplantationsdiagnostik Recht Rechtsprechung Rettungsfolter säkularen Verfassungsordnung Schmitt Glaeser Schutz der Menschenwürde Schutzgehalt Schutzpflicht Schwangerschaftsabbruch siehe Staat des Grundgesetzes Staatsrecht der Bundesrepublik Stammzellforschung Stammzellgesetz Starck Stern subjektive Tiedemann tragendes Konstitutionsprinzip unantastbar Verfassungsgeber verfassungsrechtlich Verletzung der Menschenwürde Vielmehr Würdeschutz zumindest

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