Selbstregulierungsprozesse in afrikanischen Megastädten: Verdeutlicht am Beispiel Lagos (Nigeria)

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GRIN Verlag, Oct 16, 2012 - Science - 83 pages
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Geographie), Sprache: Deutsch, Abstract: Kofi Annan deklariertedas aktuelle Jahrtausend zum „Millennium der Städte“. In seiner Rede machte er deutlich, dass die weltweite Urbansierung eine „der entscheidenden globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ (BOHRSDORF u. BENDER 2010, S. 364) darstelle. Bereits seit dem Jahr 2007 leben weltweit mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land(ANGENENDT 2009, S. 37; BMZ 2011, S. 1, 3; HERRLE, JACHNOW u. LEY 2006, S. 2; UNRIC 2000, o.S). Zwar findet der höchste Anteil dieses Wachstums in kleineren und mittleren Städten statt, doch ein besonderes Phänomen der jetzigen Urbanisierung ist das extreme Wachstum von Megastädten. Diese Entwicklung und die Entstehung neuer Megastädte können zunehmend auch in Afrika beobachtet werden (ANGENENDT 2009, S. 37; BOHRSDORF u. BENDER 2010, S. 364). Megastädte sind kein völlig neuartiges Phänomen, doch was die „neuen“ Megastädte besonders macht, ist die Kombination von massivem Bevölkerungs- und Flächenwachstum in kürzesten Zeiträumen. Insgesamt können Megastädte als relativ junge Gebilde (post)moderner Stadtentwicklung betrachtet werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass auf einem relativ komprimierten Raumausschnitt unterschiedlichste Prozesse, Entwicklungen und Veränderungen sowie deren wechselseitigen Auswirkungen beobachtet und untersucht werden können, in denen zudem lokale, regionale, nationale und internationale Einflussfaktoren aufeinandertreffen (DANNER 2005, S. 223; KRAAS 2011,S. 879f). Allerdings werden die Megastädte häufig auch mit zahlreichen Herausforderungen, Risiken und Krisen assoziiert. Besonders die zunehmende Verbreitung von „informellen Strukturen und Prozesse[n]“ (MERTINS 2006, S. 65) wird oft negativ bewertet. Allerdings wirft beispielweise gerade die vermeintliche Willkürlichkeit des Wachstums informeller Siedlungen „die Frage nach den dahinterstehenden (informellen) sozialen Regulierungsmustern“ (MERTINS 2006, S. 65) für die Boden- und Wohnungsmärkte auf. Diese Hintergründe der urbanen Veränderungsprozesse zu erforschen und zu erklären sowie ein gewisses Verständnis für Folgen und Umgangsmöglichkeiten mit ihnen zu entwickeln, stellt eine große Aufgabe für die heutige Wissenschaft dar (DAVIS 2007, S. 11; ECKERT 2008, S. 175; HEINRICHS u. NUISSL 2007, S. 295; MERTINS 2006, S. 65).
 

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Contents

Sans titre Deckblatt Abbildung 2 Bevölkerungsdichte ausgewählter Megastädte pro km²
9
Kennzeichen von Megastädten
11
Megastädte und Urbanisierungsgrad weltweit
13
Megastädte im Jahr 2025
14
Mögliche Einteilung von informellen Siedlungskörpern
19
Das Konzept Urban Informality von ANANYA ROY und NEZARALSAYYAD
24
Megastädte in Afrika
32
Die Verstädterung Afrikas
33
Bewohner von Slums in Afrika in Mio und Anteil der Stadtbevölkerung der in Slums lebt
36
Methodik
42
Länderinfo Nigeria
45
Städtisches Wachstum in Nigeria die fünf größten Städte 1990 bis 2025 Bevölkerung in Mio
48
Lagos Wachstum über die Stadt und Bundesstaatsgrenzen hinaus49
49
Gliederung der Stadt Lagos
50
Entwicklung der Bevölkerungszahlen Stadtfläche und Bevölkerungsdichte von Lagos Jahre 1866 bis 1988
54
Städtisches Wachstum von Lagos
60

Stadtbevölkerung 1950 bis 2025 in Mio
34
Zusammenfassung und Fazit
65

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