"Sorgenkinder" werden erwachsen! Peer Counseling - Aufbauarbeit in München

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GRIN Verlag, Oct 27, 2008 - Education - 108 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2, Hochschule München, 26 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wer kennt es nicht, das Superlos der „Aktion Sorgenkind“, die große Lotterie im ZDF. Jeder weiß, daß er mit diesem Geld zusätzlich auch etwas Gutes tut, denn mit diesen Geldern können Projekte für behinderte Menschen gefördert werden. „Aktion Sorgenkind“ ist ein fester Begriff in unserer Gesellschaft. Doch weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wird dieser aufgrund einer gewandelten Selbstwahrnehmung von Behinderten zunehmend als diskriminierend empfunden. Der Begriff „Sorge“ ist eindeutig belegt. Er sagt aus, daß jemand auf Hilfe angewiesen ist, man sich um ihn kümmern muß und Angst um ihn hat. Das nimmt Kraft und Zeit in Anspruch, und unbewußt ist es eigentlich eher lästig. Das Wort „Kind“ wird in diesem Zusammenhang für alle Behinderten, egal welchen Alters, gebraucht. Der ursprüngliche Ausdruck ist jedoch eigentlich an ein gewisses Alter oder die Familienstruktur gebunden. Er gibt aber immer eines vor: ein Kind muß versorgt, betreut und bevormundet werden. Die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung in Deutschland distanziert sich von der Bezeichnung „Sorgenkinder“, und ihre Mitglieder kämpfen seit Jahren für Gleichberechtigung und Antidiskriminierung. Im ersten Abschnitt meiner Arbeit möchte ich den Werdegang der „Selbstbestimmt-Leben-Bewegung“ und auch meinen eigenen Weg, sowie die Kämpfe, die notwendig waren um dem Ziel eines selbstbestimmten Lebens etwas näher zu rücken, beschreiben. Immer mehr „Selbstbestimmt-Leben-Zentren“ wurden und werden gegründet. Einer der wichtigsten Pfeiler der Arbeit, die dort geleistet wird, ist das sogenannte „Peer Counseling“. Ich werde im gleichnamigen Kapitel erläutern, was im Rahmen der Selbsthilfearbeit darunter verstanden wird, bzw. wie das Peer Counseling im Rahmen der Arbeit des VbA. durchgeführt werden soll. Vor allem möchte ich aber auch darstellen, was es für behinderte Menschen bedeutet, selbstbestimmt zu leben, bzw. was es bedeutet, es nicht zu können oder zu dürfen. Und letztendlich möchte ich noch die Zielvorstellungen und Wünsche, die wir durch unsere Arbeit für die Zukunft erreichen wollen, darlegen.
 

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Abrechnungsbüro Abschließend Aktion Sorgenkind Aktionsgruppen aktiv akzeptieren Ängste Arbeit Arbeitskreise Arbeitsmaterial aufgrund Ausbildungsblock Auswertung Bedürfnisse behinderte Menschen behinderten Mitarbeiter Behindertenbewegung Behindertenszene behinderter ArbeitgeberInnen Beratung Beratungsarbeit Bewerbungsgespräch bifos Blitzlicht Bundessozialhilfegesetz Carl Rogers deshalb Deutschland Diskriminierung Durchführung ehrenamtlich eigene Betroffenheit Einzelberatung Empowerment Entscheidung Erfahrungen ersten Fähigkeiten Faltblatt Feedback Film Finanzierung Flipchart Fragebögen Fragen Gefühle Gruppe Handout Heißer Stuhl helfen Hilfe Hilfe zur Pflege Hilfestellung Independent Living Independent-Living-Bewegung Informationen Jahren klar Klienten konnten kurz Langenscheidt Taschenwörterbuch Englisch letztendlich Living Bewegung machen meist Menschen mit Behinderungen Miles-Paul Mitglieder Mitgliederversammlung Mitgliedschaft möchte Möglichkeiten München muß neue nichtbehinderten Menschen Paradigma Peer Counseling Peer Counselor Peer Support persönlicher Assistenz politisch Probleme Projekt Ratsuchenden Rogers Rollenspiel Satzung Schwerbehindertenausweis selbständig selbstbestimmt Leben Behinderter Selbstbewußtsein Seminare Sexualität sollen sollte sowie Sozialarbeiter Teilnehmer TeilnehmerInnen Thema Themen Therapeut Trainingseinheiten Trainingsgruppe Trainingsprogramm Treffen unserer Gesellschaft unterstützen VbA e.V. viele VIF e.V. vorrangig Vorstand Vorstellung wichtigsten wieder Wünsche Zentren für selbstbestimmt Ziele zwei

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