"Spannungen zwischen religiös motivierter Weltablehnung und nichtreligiösen Lebensordnungen": "Max Webers Studien über Hinduismus und Buddhismus"

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GRIN Verlag, 2009 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Note: 2,3, Universitat Hamburg (Fachbereich Sozialokonomie), Veranstaltung: Sozial - und Gesellschaftstheorien, Sprache: Deutsch, Abstract: Es sind im Wesentlichen zwei Elemente, die den Hinduismus als Glaubenssystem ausmachen: Der "dogmatische Kern," der sich zusammensetzt aus der Samsara- sowie der Karman - Lehre und das "Dharma," der Ritualpflicht im Hinduismus. Kennzeichnend fur das Dharma ist die Tatsache, dass es sich nach der Kaste richtet, in welche der Einzelne hineingeboren wird, also nach sozialer Lage verschieden ist. (Schluchter 1984, S. 51) Die Entstehung neuer Kasten fuhrt dazu, dass sich das Dharma diesen neuen Kasten "anpasst." Es befindet sich in einem standigen Entwicklungsprozess. Geistige Urheber des Dharma waren die brahmanischen Priester, sie haben in ihren Schriften das Dharma geschaffen und weiterentwickelt. (Schluchter 1984, S. 51) Das Buch "Veda" spielt im Hinduismus eher eine untergeordnete Rolle: Anders als die Bibel im Christentum dient es zwar als religiose Grundlage, stellt aber keine "Anleitung" eines gottgefalligen Lebens dar, fehlen doch im Buch "Veda" der dogmatische Kern, die Kastenordnung sowie eine Reihe von Ritualpflichten. (Schluchter 1984, S. 51) Es hat im Hinduismus eher eine Art Legitimitatsfunktion: Es legitimiert die religiose Tradition, lasst aber gleichzeitig Raum fur Weiterentwicklung und (Um-) Interpretation. Von entscheidender Bedeutung fur das hinduistische Glaubenssystem ist die Verbindung der Ritualpflicht mit dem dogmatischen Kern: Diese Verbindung, die Weber als Theodizee bezeichnet, sowie ihre konsequente Umsetzung auf das eigene Leben untermauert und festigt die Vorstellung, dass das eigene Schicksal ein Verdientes ist, wobei die Einhaltung der Ritualpflichten der entscheidende Parameter ist. (Schluchter 1984, S. 51) Weber bezeichnet diese Konstruktion auch als rational. Das ist so zu erklaren, dass dieses gedankliche
 

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Einleitung
2
Formen der indischen Religiosität
5
Entstehung und Entwicklung des Buddhismus
9
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