Stadterneuerungsstrategien in Paris und London seit den 1960er Jahren

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GRIN Verlag, Feb 28, 2011 - Science - 31 pages
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Nach M. Renner zielt Stadterneuerung „auf den Erhalt und die Modernisierung vorhandener städtebaulicher Substanz“ ab (RENNER 1997: 529 zit. nach HEINEBERG 2006: 240). Dieser Definition folgend könnte Stadterneuerung immer nur auf bereits bestehende Strukturen aufbauen und diese der Zeit und den Anforderungen anpassen, um Vorhandenes besser nutzen zu können. Die Realität in den beiden untersuchten Städten zeigt jedoch, dass sich die Erneuerung in den letzten 50 Jahren keineswegs nur in Form von Sanierung bzw. Modernisierung vollzogen hat. Vielmehr haben die beiden Städte ganz unterschiedliche Strategien verfolgt, um sich den Erfordernissen der jeweiligen Zeit anzupassen und haben dabei zum Teil auch erheblich abgerissen und neugebaut. Frei gewordene und brachliegende ehemalige Industrieareale haben dabei ebenso wie heruntergekommene Wohn- und Geschäftsviertel Perspektiven für eine Erneuerung geboten. Beiden Städten gemein ist eine Entwicklung weg von der Industrie hin zur Dienstleistung, was hinsichtlich der Nutzungsanforderungen zu tiefgreifenden Veränderungen geführt hat. Gleichzeitig hat sich ein Sinneswandel vollzogen, sodass mittlerweile nicht nur der radikale Abriss und der anschließende Neubau forciert werden, sondern vielmehr erkannt wurde, dass sich das Interesse an Städten beispielsweise von Investoren und Touristen auch aus den historischen (oder zumindest historisch anmutenden) Strukturen nährt, die es zu erhalten gilt.

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