Standort in Grund und Boden: Städtischer Boden als Handelsgut - eine Selbstverständlichkeit?

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GRIN Verlag, Nov 18, 2008 - Political Science - 16 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung, Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung), Veranstaltung: Seminar Grundlagen der Stadtenwicklung, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Was ist ein guter Standort?' - unter dieser Frage stand das dieser Arbeit vorausgegangene stadtsoziologische Seminar. Ein wesentlicher Faktor, der über Lagegunst oder -ungunst entscheidet, der zur Differenzierung in 'guter Standort' oder 'schlechter Standort' ubiquitär bei allen Nutzungsüberlegungen beiträgt, beziehungsweise, in dem sich die Wertigkeit eines Standorts quantitativ in einem Geldwert niederschlägt, ist der Bodenpreis. Um Entscheidungen und Verhalten von auf dem Immobilienmarkt tätigen Akteuren verstehen, sowie wesentliche aus dem Handel mit Grund und Boden hervorgehende stadträumliche Muster1 nachvollziehen zu können, ist es daher notwendig das Zustandekommen von Bodenwerten zu verstehen. Wie funktioniert der Bodenmarkt? Welche Faktoren und Mechanismen sind auf diesem preisbildend? Dies soll als Basis für eine weitergehende Betrachtung zunächst in Kapitel 2 untersucht werden. In Kapitel 3 folgt eine Auseinandersetzung mit den räumlichen und sozialen Auswirkungen dieser reduziert nach ökonomischen Gesichtspunkten erfolgenden, kulturelle und soziale Aspekte ignorierenden Beurteilung von Boden und Immobilien. Die aus dieser Betrachtung hervorgehenden Implikationen werden in Kapitel 4 kritisch hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit und Logik und ihrer sozialen Kompatibilität hinterfragt und eine mögliche Alternative zum derzeitigen Bodenrecht vorgestellt. Auf den gewonnenen Erkenntnissen fundierend soll letztlich im Fazit (Kapitel 5) die Diskussion folgender These möglich sein: Grund und Boden sind nicht vermehrbare, knappe Güter, die nicht den Marktme- chanismen ausgesetzt werden sollten, weil dies für unverdienten Reichtum, soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit sorgt. Besonders hier tritt der Bezug dieser Untersuchung zur Raumsoziologie hervor, in der die Verteilung von Raum, in diesem Fall innerhalb städtischer Siedlungen, sowie daraus folgende soziale Konikte und Verschiebungen Forschungsgegenstände sind (Löw 2001, 217f). Dabei gilt es abzuwägen, inwieweit die ungleiche Verteilung und polarisierende Wirkung der Verfügungsmöglichkeit über das Gut Boden gesellschaftlich bedenklich ist und ob der im Titel der Arbeit gestellten Frage - 'Städtischer Boden als Handelsgut - eine Selbstverständlichkeit?' - in dieser Hinsicht eine Antwort zu geben machbar ist.
 

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