Standortmodelle in der Geographie

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GRIN Verlag, Aug 1, 2004 - Science - 14 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Geographisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: In den Naturwissenschaften werden zu bestimmten Sachverhalten und Zusammenhängen zunächst Theorien gebildet, die dann in Versuchen durch Isolierung der Ursachen entweder belegt oder wiederlegt werden können. Dies ist in der Erforschung von Räumen nicht möglich. Einzelne Ursachen können nicht einfach ausgeschaltet werden. Somit müssen stattdessen Modelle entwickelt werden. Die Arbeit an diesen Modellen wird als Alternative zu den Versuchen benutzt – es werden Gedankenexperimente durchgeführt. Allgemein ausgedrückt, handelt es sich bei Modellen um eine angewandte, abstrakte Vorstellung des jeweiligen Betrachtungs- oder Forschungsgegenstandes. Die Aufgabe des Modells ist es, „komplexe Zusammenhänge darzustellen, deren Entwicklung und Prozessabläufe zu erkennen“ [Leser, S. 522], sowie Aussagen über Regeln und Gesetzmäßigkeiten in der Funktionsweise des zu untersuchenden Systems zu machen. Die Vorteile des Modells liegen darin, dass man es als vereinfachtes Abbild der tatsächlichen Gegebenheiten und Umstände verwenden kann. So können quantitative sowie qualitative Probleme und Erscheinungen behandelt werden [Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Spalte 1999]. Die Raumforschung beschreibt einerseits die gegebenen Umstände und bedient sich andererseits zudem der „kausalen Analyse, deren Ziel das Auffinden und die Erklärung von bestehenden Abhängigkeiten und Zusammenhängen, sowie die Erforschung von typischen Erscheinungsformen im Raum darstellt„ [Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Sp. 2000]. Es lässt sich feststellen, dass Modelle von der Methodik her gleichermaßen Arbeitsplan und –instrument sind. Mit Hilfe eines Modells lassen sich Aussagen über „nicht oder nur teilweise zugängliche Strukturen und Prozessabläufe“ [Leser, S.523] eines in der Realität bestehenden Systems machen.
 

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Abgeleitete Strukturmodelle Adaption Akademie für Raumforschung Analogmodell angebotenen Güter Annahmen des Originalmodells Anwendung allgemein Anwendung von Modellen B-Orten Bahrenberg Begriffsabgrenzung beispielsweise Bevölkerung Christallers Modell Deduktion Dicken/Lloyd Dienstleistung benötigt Diskussion und Kritik Dreiecksgitternetz Duisburg empirisch Ergänzungsgebiete FU Berlin Geografie Güter niedrigerer Ordnung Güter und Dienstleistungen Handeln Heineberg Hexagonalmodell hierarchische höherer Ordnung versorgt Homogene Gewinnverteilung isoliert jeweils relevanten K-Orte kartografisch Kaufkraft Konsument logische Induktion Lösch Methode der Aggregation Modell und Wirklichkeit Modelle und Theorien Originalmodells weitgehend entsprechen Ort höherer Ordnung Orte niedrigerer Zentralität Orte von Christaller Orten höherer Zentralität Parameter Raumbezogene Modelle Raumforschung und Landesplanung Raumordnung Raumordnungsgesetz Raumordnungspolitik Realität Regionalsysteme Reichart Reichweite zentraler Güter Schätzl sowie Standort Standorttheorie Strukturmodelle im Vergleich System Zentraler Orte Taxonomische Modelle tertiäre Theorie der Zentralen Theorie zur Prognose Theoriebildung umso größer Umstände den Annahmen unbekannte Situation Verlag Versorgung Voppel Vorgehensweise bezeichnet Walter Christaller wirtschaftlicher Regionalsysteme wirtschaftliches Regionalsystem Wirtschaftsgeographie zentraler Ort höherer Zentralität angeboten Zentralität einer Stadt Zentrum

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