Tacitus "Germania" im deutschen und italienischen Humanismus: zu den Veränderungen des Germanenbildes im 15. und 16. Jahrhundert ; [Hausarbeit]

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GRIN Verlag, 2007 - 42 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,7, Universitat Osnabruck, Veranstaltung: Seminar: Literatur und Mythos, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wann der Hermann net gewase wehr ...], dehte mer vielleicht ladeinisch schwatze.," so eine Darmstadter Lokalposse von 1841. Doch wer war dieser Hermann, woher wusste man im biedermeierlichen Deutschland von ihm und warum sollte er einen so grossen Einfluss auf unsere Sprachgewohnheiten gehabt haben? Um zu einer Antwort auf diese Fragen zu kommen, muss man bis in das erste Jahrhundert unserer Zeitrechnung zuruckgehen und die Annalen" sowie die Germania" des Tacitus heranziehen. Vor allem mit der kleinen Schrift uber den Ursprung und Wohnsitz der Germanen verband sich im Laufe der Jahrhunderte ein Mythos, der bis in unsere Zeit lebendig geblieben ist und der immer wieder mit den verschiedensten Intentionen belegt wurde. Die italienischen und deutschen Humanisten der Renaissance bildeten den Anfang. Sie bemuhten sich um eine neue Sichtweise der Germanen und ihrer Nachfahren, welche letztlich weitreichende Folgen hatte. Der Gegenstand der vorliegenden Arbeit soll daher die Rezeption der Schrift De origine et situ germanorum" des romischen Historikers Cornelius Tacitus im europaischen Humanismus des 15. und 16. Jahrhunderts sein. Die Zielsetzung besteht darin herauszufinden, ob und inwieweit das von Tacitus entworfene Germanenbild und dessen Intention durch die Humanisten einem Wandel unterlag. Dazu werde ich als erstes Tacitus und die Germania" vorstellen und die Intention seines Germanenbildes herausarbeiten. Im Folgenden soll die Wiederentdeckung des Werkes im 15. Jahrhundert und dessen Rezeption durch die italienischen Humanisten dargestellt werden. Daraufhin wird untersucht, welche Aufnahme die Germania" im deutschen Humanismus erfuhr und welche Auswirkungen der Germanenmythos seinerzeit hatte. Im Fazit wi
 

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Page 14 - S. 7 1 f. 14 einer jungen, unverbrauchten Zivilisation, welche die alte, erschlaffte Zivilisation der Romanen abzulösen nunmehr aufgerufen sei. " 3.2. Das Germanenbild des Konrad Celtis und seine Intention Der deutsche „Erzhumanist" Konrad Celtis (1459-1508) stammte aus Würzburg.

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