Carl Bertuchs Tagebuch vom Wiener Kongress

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Gebrüder Paetel (G. Paetel), 1916 - Congress of Vienna - 287 pages
 

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Popular passages

Page 11 - Je mehr ich Wien kennen lerne," hatte er im Dezember 1805 von dort geschrieben "), „desto reichhaltiger und vielseitiger finde ich diese herrliche Kaiserstadt. — Welche Schätze für bildende Kunst, welche Menge trefflicher Künstler jedes Fachs ; und das erscheint mir jetzt so, wo alles unter dem Drucke des Krieges mannichfach leidet ! Welchen noch erhöhten Lebensgenuß mag Wien nicht den Fremden gewähren, wenn die angeborne Fröhlichkeit der Vewohner jede trübe Laune verscheucht und das...
Page 2 - Mitwelt. Jugend- und Altersgenosse jener großen Männer, die an Weimars Namen den höchsten Ruhm deutscher Literatur geknüpft haben, teilnehmender Förderer und Würdiger ihres Strebens, vielen der edelsten Geister des Auslandes innig befreundet, mit Achtung genannt so weit deutsche Schrift und Betriebsamkeit reichen, war seine Erinnerung der reichste Schatz denkwürdiger Lebensverhältnisse und Beziehungen.
Page 10 - Ich glaube an einen nahen Frieden," schrieb er am 31. März 1814. „Der Himmel verleihe uns nur dann eine auf Volksmajestät gegründete Constitution, daß der Deutsche nicht mehr wie bisher durch den Adel von seinen Fürsten getrennt werde, und wir werden stark genug sein, allen künftigen Ränken des rachsüchtigen Corsen zu begegnen...
Page 52 - Orden, was sehr aufsiel bewegte sich nicht mit in den Reihen, der alte Württemberger ^) ist gewöhnlich nur eine Stunde da. ^ Die englischen Damen zeichnen sich durch ihren derben breiten Gang aus. Stewart, Castlereaghs Vruder, in Husaren Uniform , er ist nicht sehr geachtet, als Ivrogne verschrien . . . Sonnabend d.
Page 2 - Es ist unglaublich, was hier für Schätze in allen Teilen der Wissenschaften und Künste aufgehäuft sind, und wie viele bedeutende Menschen man hier antrifft, denen es sehr ernst um ihre Gegenstände ist; die Erzherzöge sind an der Spitze dieses Haufens. Nur fehlt es an den Binde Knoten, und an den Mitteln zur leichteren Publizität.
Page 205 - Cammerherrn v. Preen in Rostock, im Namen der Mecklenburgischen Stände, über Blüchers Monument bey, worüber Herr Hofrath Meyer4) Euer Excellenz bereits geschrieben hat. — Da die Original Entwürfe von Schadow und Weitsch (die Säule) schnell zurückmußten, und die Ideen auch aus Calquen leicht zu erkennen waren, so habe ich letztere fertigen laßen, füge sie bey, und sendete das Uebrige an v. Preen, zurück, mit Bemerkung, daß ich seinen Brief nebst Durchzeichnungen nach Wiesbaden an Ew....
Page 160 - Reihen bis Schönbrunn fortlaufend, auf der andern St. Veit gegen die Brühl. Nach Lachsenburg zu Ebene, im Hintergrund Gebürge von Ungarn. Nach dem ersten Plan von Fischer sollte das Schloß auf die Anhöhe gebauet und Terrassen herunterwärts haben.
Page 116 - Canzlers" spricht . . . Congreß: Diesen Abend war im Veiseyn des Königs von Preußen Conferenz zwischen Castlereagh und Hardenberg, (weil Castlereagh seit der letzten Osterreichischen Nota vom 28. Ianuar den Vermittler zwischen Metternich und Preußen macht) wo denn die definitive Abtretung von 900000 Seelen von Sachsen an Preußen festgesetzt wurde . . . Man sagt, der König von Preußen habe sich empfindlich gegen Castlereagh geäußert, daß man ihm nicht Wort gehalten. Diese Theilung in der...
Page 27 - Cotta übergab die Vollmacht zur Ansicht, die der Fürst mit Aufmerksamkeit durchlas, und äußerte sich wohlwollend : unsere Sache sey auch die Seinige. Er wisse recht gut, daß bisher falsche Ansichten darüber in O esterreich geherrscht, er müsse den Quellen weiter nachspüren, um dann Schritte zu thun.
Page 155 - Valkon bey Wrede, wo auch Eugen und Dänemark waren . . . Die Nachricht von Neys Abfall . . . bestätigt sich. Es zeigt sich immer mehr, daß sich die Nation für Vonaparte erklärt. — Mittag bey Vach. Mit ihm Nachmittag im Prater gefahren, der erste schöne Frühlingstag, wo der Prater eröffnet wird. Gegen 4 Uhr am vollsten in der großen Praterallee.

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