Tamquam Non

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Allitera Verlag. ein Imprint der Buch&Media Gesellschaft, 2001 - 93 pages
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Der Titel seines neuen Gedichtbandes - tamquam non (= als ob nicht) - spielt auf jene Haltung an, in der Paulus zufolge die fruhchristliche Gemeinde die unmittelbar bevorstehende Wiederkehr des Messias zu erwarten hatte. Die Verabschiedung, auch Ironisierung apokalyptischer Aufgeregtheiten ist jedoch nur ein Thema, auf das der Leser eingestimmt werden soll. Das (Sein-)Als-ob-nicht ist zugleich die denkbar kurzeste Formel jener Weltfremdheit, die fur kunstlerische Produktion unabdingbar ist und sich in paradoxer Verkehrung der gangigen Erwartung als resistent erweist gegenuber den Fallen einer modisch uberschatzten Simulationskultur und ihrer angeblichen Virtualisierung sozialer, sexueller und sinnlicher Erfahrung.

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About the author (2001)

Daniele Dell'Agli, geboren 1954 in Rom, studierte Religionswissenschaft, Philosophie und Komparatistik in Berlin, wo er als Schriftsteller und Ubersetzer lebt. Er schreibt Gedichte, Essays und Prosa sowie Features und Horspiele fur den Rundfunk. Gedichte erschienen u.a. in der "Neuen Rundschau," dem "Literaturmagazin" und "Sinn und Form." Seine zeitdiagnostischen Essays beschaftigen sich mit Fragen der Literaturtheorie, Filmasthetik und Musikphilosophie sowie der Kulturanthropologie und Mentalitatsgeschichte. Sein erster Gedichtband erschien unter dem Titel "leere versprechen" 1996 im Rospo-Verlag Hamburg.

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