Tarhuna - Giftgas für Libyen

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satzweiss.com-chichili agency, Jun 5, 2012 - Fiction - 343 pages
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René Clausen, Besitzer eines kleinen, aber gut florierenden Unternehmens in der EDV-Branche, lockt Anfang der neunziger Jahre das ganz große Geld. Er soll Schaltschränke nach Libyen liefern. Der Kunde bezahlt sofort und viel mehr als normal üblich. René Clausen weiß, dass die Lieferungen über einen Mittelsmann in Belgien abgewickelt werden, damit Deutschland nicht als Ursprungsland der Anlagen erkennbar ist. Ein deutscher Elektrohersteller scheint ebenfalls keine Bedenken zu haben. Clausen wickelt das Geschäft mit einem befreundeten Unternehmer ab, der die Schaltschränke, nach vorgegebenen Plänen aus Libyen, verdrahtet. Die letzten Angaben jedoch fehlen. Die sollen in Libyen von den Auftraggebern selbst ergänzt werden. Aber das ist nur ein Test. Im Grunde geht es um die Prozessrechner eines Münchner Elektronikherstellers. Clausen ist nur ein Strohmann, der nicht auf der schwarzen Liste des Zolls steht. Die Bestellungen werden immer umfangreicher. Verführerische Aufträge winken und ein Aufstieg zum Millionär. Vier Jahre reist René Clausen mit seinem Mittelsmann aus Belgien, der lange im arabischen Raum gelebt hat und mit einer Deutschen verheiratet ist, nach Libyen, Syrien und Tunesien. Eine fremde, aber auch bezaubernde Welt eröffnet sich ihm. Von den libyschen Auftraggebern hofiert, begreift der Unternehmer mit jeder Reise und mit jedem neuen Auftrag mehr, auf welch ein gefährliches Geschäft er sich eingelassen hat.

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About the author (2012)

Meine Erlebnisse und Erfahrungen in Libyen, Syrien und anderen arabischen Staaten lassen mich die aktuellen Geschehnisse in diesen Ländern genauer beobachten. Es erschreckt mich zutiefst, zu sehen, was dort immer noch im Namen der Wirtschaft, Demokratie und Staatsraison geschieht. Ich kam in den Knast, weil ich gegen UN-, internationales und deutsches Recht verstoßen habe. Die Bildzeitung titelte die Vorgänge in Libyen, in die ich verwickelt war, mit der Überschrift Auschwitz im Wüstensand. Ich war daran beteiligt und es ist unwichtig, ob die Geschäfte jemals Menschen zu Schaden brachten. Wer immer mich danach fragt, ob sich das, wofür ich ins Gefängnis kam, gelohnt hat, dem sei gesagt, lies meine Romane und du wirst es wissen. Eines aber ist klar, meine Albträume, Selbstvorwürfe und Visionen habe ich niemand Speziellem anvertraut. Ich habe sie aufgeschrieben und stelle mich in diesen Büchern mir selbst und der lesenden Welt. Ich tue es bis heute – noch ist nicht alles erzählt.

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