Telemedizin im Kontext von Recht und Ethik

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GRIN Verlag, 2007 - 62 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Sonstiges, Note: 14 Pkt., Georg-August-Universitat Gottingen (Juristische Fakultat), Veranstaltung: Seminar: Entwicklungen im Medizinrecht, 54 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Thema wird vorrangig behandelt am Beispiel von Medical Websites, Medical Call-Center und der Telekonsultation Stichworte: Fragen des Datenschutzes, arztliche Schweigepflicht, Facharztstandard, Fernbehandlungsverbot, Telekonsultation und Arzthaftungsrecht, Wahlfreiheit der Behandlungsmethode, Sorgfaltsmassstab, Behandlungsvertrage. Enthalt zusatzlich 10 Seiten Referatsunterlagen., Abstract: Durch steigende Kosten im Gesundheitswesen wird stetig nach erfolgsversprechenden Losungen der Effizienzsteigerung und Okonomisierung gesucht. Eine Moglichkeit bieten die sog. telemedizinischen Anwendungen. Der Verfasser untersucht die wesentlichen Fragen der berufsrechtlichen Zulassigkeit dreier ausgewahlter Anwendungen: der Medical Websites, Medical Call-Center und der sog. Telekonsultation. Dabei sind wesentliche Berufspflichten wie das Fernbehandlungsverbot und die Freiheit der Arztwahl zu beachten, die bei der individualisierten Anwendung von Medical Websites und Medical Call-Center von Bedeutung sind. Eine Informationsvermittlung i.S.e. allgemeinen Gesundheitsberatung wird als zulassig erachtet und fur sinnvoll gehalten. Ferner werden Fragen des zivilrechtlichen arztlichen Haftungsrechts am Beispiel der berufsrechtlich zulassigen Telekonsultation betrachtet, wobei insbesondere die Wahrung der arztlichen Sorgfalt neben typischen Pflichten des Arztes wie der Dokumentationspflicht und der Pflicht zur Aufklarung im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Ferner ist auf die Probleme der Schweigepflicht und des Datenschutzes im Zusammenhang mit der Telekonsultation einzugehen. Hierbei stellen sich besondere Anforderungen an die Sicherheit der patientenbezogenen Gesundheitsdaten und an die Einwilligung des Patienten. Letz
 

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Allokation Angebote Arzthaftung ärztliche Behandlung ArztR Arztwahl Aufklärung ausdrückliche Einwilligung ausgegangen BDSG behandelnden Arztes Behandlungsfehler Behandlungsgeschehen Behandlungsmethode Behandlungsvertrages Beratung Bereich besteht BGBl BGH NJW BGH VersR BGHZ bspw BVerfGE bzgl Datenschutz datenschutzrechtliche Datensicherheit Deutsch/Spickhoff Diagnose Dierks Dierks/Feussner/Wienke Dierks/Nitz/Grau Ehlers/Broglie Einbecker Einsatz Einwilligung des Patienten entsprechend erforderlich erheblich Ethik Facharztes Facharztstandard Fernbehandlung FS Stoll Gesundheitsberatung Gesundheitstelematik Gesundheitswesen grundsätzlich Haftung Haftungsrecht Hanika Hauk/Noftz Hennies Hermeler Hierbei hinzuziehende Arzt Informationen insbesondere Internet Jähn/Nagel Jörlemann Kern kommt Konsiliararzt Konsiliarius Krankenhaus Krohs Laufs/Uhlenbruck Leistung Mand MBO-Ä Medical Call-Center Medical Websites medizinischen Standards Medizinrecht MedR Möglichkeit muss MW und MCC MW/MCC Niederlag Nutzen Palandt Patient-Arzt-Beziehung Patienten Patientendaten Patientenrechte personenbezogenen Daten Pflüger Pielach Primärarzt Primärbehandler qualifizierte Ratzel/Lippert Rechtliche Richter-Reichhelm Risiken Schweigepflicht Simitis soll Spezialisten standesrechtlich Steffen Steffen/Dressler Steinhilper Telearzt Telefon Telekonsil Telekonsultation telematischen Anwendungen Telemedizin Teleradiologie Ulsenheimer/Erlinger Ulsenheimer/Heinemann unbefugter VersR websites und medical ZaeFQ Zugriff zulässig

Popular passages

Page 15 - Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. (2) Der Arzt achtet das Recht seiner Patienten, den Arzt frei zu wählen oder zu wechseln. Andererseits ist - von Notfällen oder besonderen rechtlichen Verpflichtungen abgesehen - auch der Arzt frei, eine Behandlung abzulehnen. Den begründeten Wunsch des Patienten, einen weiteren Arzt zuzuziehen oder einem anderen Arzt überwiesen zu werden, soll der behandelnde Arzt in der Regel nicht ablehnen.
Page 11 - Wunsch der Patientin oder des Patienten, eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt zuzuziehen oder einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt überwiesen zu werden, soll die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt in der Regel nicht ablehnen. (3) Ärztinnen und Ärzte dürfen individuelle ärztliche Behandlung, insbesondere auch Beratung, weder ausschließlich brieflich noch in Zeitungen oder Zeitschriften noch ausschließlich über Kommunikationsmedien oder Computerkommunikationsnetze...
Page 38 - Gemeinwohls zwingend erforderlich ist, 7. dies zum Zweck der Gesundheitsvorsorge, der medizinischen Diagnostik, der Gesundheitsversorgung oder Behandlung oder für die Verwaltung von Gesundheitsdiensten erforderlich ist und die Verarbeitung dieser Daten durch ärztliches Personal oder durch sonstige Personen erfolgt, die einer entsprechenden Geheimhaltungspflicht unterliegen, 8.
Page 38 - Abs. 3 eingewilligt hat, wenn 1. dies zum Schutz lebenswichtiger Interessen des Betroffenen oder eines Dritten erforderlich ist, sofern der Betroffene aus physischen oder rechtlichen Gründen außerstande ist, seine Einwilligung zu geben, 2. es sich um Daten handelt, die der Betroffene offenkundig öffentlich gemacht hat, 3. dies zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung rechtlicher Ansprüche erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht...
Page 11 - Arzt, der die Krankheit erkennen und behandeln soll, Angaben über die Krankheit, insbesondere Symptome oder Befunde übermittelt und dieser, ohne den Kranken gesehen und die Möglichkeit einer Untersuchung gehabt zu haben, entweder die Diagnose stellt und/oder einen Behandlungsvorschlag unterbreitet.
Page 50 - Rechtliche und praktische Probleme der Integration von Telemedizin in das Gesundheitswesen in Deutschland...
Page 36 - Personen getrennt wird, was sich aus Art. 2 Abs. l iVm Art. l Abs. l GG ergibt.
Page 22 - Leistungserbringung, sondern er muss auch prüfen, ob die von ihm erbetene Leistung den Regeln der ärztlichen Kunst entspricht und nicht etwa kontraindiziert ist; ebenso hat er zu prüfen, ob die von ihm erbetene Leistung ärztlich sinnvoll und dem Krankheitsbild entsprechend ist.
Page 12 - Patienten bezogen ist und seine geschilderten Symptome zum Anlass nimmt, ihm in seiner konkreten Situation Ratschläge zu erteilen.
Page 25 - Telemedizin wird dabei zumindest partiell in absehbarer Zeit in den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnis hineinwachsen.

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